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Blog 2010

31 Beiträge

Projekte, Linux, Netzwerke, Systeme, Fundstücke und Internetstandards aus 2010.

Russland soll auf GNU/Linux umsteigen

Ende 2010 unterzeichnete Wladimir Putin als russischer Ministerpräsident eine Anordnung, nach der die Bundesbehörden auf GNU/Linux und freie Software umsteigen sollten. Vorgesehen war auch ein zentrales Verzeichnis freier Software für die Exekutivorgane. Frühere russische Projekte mit freier Software, vor allem im Bildungsbereich, waren bis dahin nicht richtig in Gang gekommen.

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Stuxnet trifft industrielle Siemens-Systeme

Im Herbst 2010 wurde Stuxnet für alles Mögliche verantwortlich gemacht, bis hin zu Satellitenausfällen, wie Felix von Leitner spottete. Ein Leser schickte zudem ein Schreiben, in dem ein Siemens-Partner Kunden einen kostenpflichtigen Sicherheits-Check für die Steuerungssysteme WinCC und PCS 7 anbot. Der Beitrag kritisierte, dass der Hersteller der angegriffenen Systeme aus dem Vorfall ein Beratungsgeschäft mache.

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Root-Rechte durch Linux-Kernel-Bug [Update]

Rafal Wojtczuk beschrieb 2010 ein Problem in der Linux-Speicherverwaltung, bei dem Stack und Shared-Memory-Segmente ineinanderwachsen konnten. Am Beispiel des X-Servers zeigte er, wie ein Angreifer durch Schreiben in den gemeinsamen Speicher Rücksprungadressen auf dem Stack überschreibt und Root-Rechte erlangt. Die Korrektur mit einer Schutzseite zwischen Stack und anderen Bereichen kam in 2.6.32.19, 2.6.34.4 und 2.6.35.2, obwohl SUSE einen Fix schon 2004 angeboten hatte.

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Hauptentwicklungsphase des Linux-Kernels 2.6.36 abgeschlossen

Mit Linux 2.6.36-rc1 endete im August 2010 das Merge Window, in dem der Großteil der Neuerungen in den Hauptzweig kommt. Aufgenommen wurden unter anderem das Sicherheits-Framework AppArmor nach jahrelangen Anläufen, fanotify für Virenscanner und ein Treiber für Intels Intelligent Power Sharing. Torvalds wollte in der folgenden Stabilisierungsphase wie schon bei 2.6.35 strikt nur noch Fehlerkorrekturen annehmen.

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Linux-Kernel 2.6.35 freigegeben

Linus Torvalds gab im August 2010 knapp elf Wochen nach 2.6.34 den Linux-Kernel 2.6.35 frei. Neu waren unter anderem Stromsparfunktionen für Radeon-Grafik und H.264-Decodierung in Intels Ironlake-Prozessoren. Änderungen am Netzwerkstack und an der Nutzung von CPU-Stromsparzuständen sollten manche Systeme deutlich beschleunigen.

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Linux-Kernel 2.6.33-rc5 freigegeben

Der fünfte Release Candidate von Linux 2.6.33 brachte im Januar 2010 einen Treiber für DVB-Karten mit dem verbreiteten Mantis-Chipsatz in den Hauptzweig. Der Intel-Grafiktreiber erhielt Unterstützung für eingebettete DisplayPorts, dazu kamen Korrekturen an Radeon-KMS, XFS und eCryptfs. Zuvor hatten es laut Meldung auch Nouveau, DRBD und Ceph in den Kernel geschafft, während Btrfs weiter als experimentell galt.

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WLAN-Analyse-Software Zap wird Open Source

Ruckus Wireless gab im Januar 2010 den Quellcode seines WLAN-Testprogramms Zap frei. Zap misst den Durchsatz drahtloser Netze über die Zeit und prognostiziert die Leistung, die ein Netz in 99,5 Prozent der Betriebszeit mindestens erreicht. Entwickelt wurde es ursprünglich, um das Echtzeitverhalten von IP-Videostreaming zu charakterisieren.

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Exploits für IE-Sicherheitslücke kursieren im Internet

Im Januar 2010 kursierten Exploits für die Internet-Explorer-Lücke, über die Angreifer zuvor Google und weitere Firmen angegriffen hatten. Laut The Register kannten sowohl Metasploit als auch Immunity Canvas den Code, der über einen ungültigen Zeigerzugriff die Kontrolle über den Rechner ermöglichte. Getestet funktionierte er in IE 6 und 7 unter Windows XP SP3, IE 8 stürzte zunächst nur ab.

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