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Stuxnet trifft industrielle Siemens-Systeme

Zusammenfassung

Im Herbst 2010 wurde Stuxnet für alles Mögliche verantwortlich gemacht, bis hin zu Satellitenausfällen, wie Felix von Leitner spottete. Ein Leser schickte zudem ein Schreiben, in dem ein Siemens-Partner Kunden einen kostenpflichtigen Sicherheits-Check für die Steuerungssysteme WinCC und PCS 7 anbot. Der Beitrag kritisierte, dass der Hersteller der angegriffenen Systeme aus dem Vorfall ein Beratungsgeschäft mache.

Was Stuxnet war

Stuxnet wurde im Juni 2010 entdeckt und gilt als erste bekannte Schadsoftware, die gezielt Industrieanlagen sabotierte. Sie verbreitete sich über USB-Sticks und Netzwerke, nutzte mehrere bis dahin unbekannte Windows-Lücken und suchte nach Rechnern mit der Siemens-Software WinCC und Step 7. Fand sie die passende Anlage, veränderte sie die Steuerung von Zentrifugen und täuschte den Bedienern gleichzeitig normale Werte vor.

Als Ziel gilt die iranische Urananreicherung in Natanz. Medienberichte schrieben die Entwicklung den USA und Israel zu; offiziell bestätigt wurde das nie.

Warum das ein Wendepunkt war

Stuxnet machte sichtbar, dass Software physische Schäden anrichten kann und dass Industrieanlagen nicht durch Abschottung allein geschützt sind, denn ein USB-Stick überwindet jede Luftlücke. Seitdem ist die Sicherheit von Steuerungssystemen ein eigenes Fachgebiet. Das Schreiben aus dem Beitrag zeigt die andere Seite: Nach einem großen Vorfall wächst auch der Markt für Sicherheitsberatung, und nicht jedes Angebot ist uneigennützig.

Ideen

  • Schadsoftware kann über USB-Sticks auch vom Internet getrennte Anlagen erreichen.
  • Stuxnet täuschte Bedienern normale Messwerte vor, während es die Anlage sabotierte.
  • Nach großen Vorfällen entstehen schnell Beratungsangebote der betroffenen Hersteller.

Einsichten

  • Abschottung allein schützt Industrieanlagen nicht.
  • Hersteller angegriffener Systeme haben ein Eigeninteresse an der Darstellung eines Vorfalls.

Fakten

  • Stuxnet wurde im Juni 2010 entdeckt.
  • Die Schadsoftware zielte auf Siemens-Steuerungssoftware wie WinCC und Step 7.
  • Das zitierte Schreiben bot einen Check-up für WinCC- und PCS-7-Installationen an.

Referenzen

Kritik

  • Die Zuschreibung von Stuxnet an Staaten beruht auf Medienberichten und Analysen, nicht auf offiziellen Bestätigungen.

Bemerkungen

  • Die Spekulation über einen Zusammenhang mit dem Ausfall des indischen Satelliten INSAT-4B blieb unbelegt.

Empfehlungen

  • Sperre in Anlagennetzen USB-Anschlüsse oder erlaube nur geprüfte Datenträger.
  • Prüfe Sicherheitsangebote nach Vorfällen darauf, wer davon profitiert.

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