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Hauptentwicklungsphase des Linux-Kernels 2.6.36 abgeschlossen

Zusammenfassung

Mit Linux 2.6.36-rc1 endete im August 2010 das Merge Window, in dem der Großteil der Neuerungen in den Hauptzweig kommt. Aufgenommen wurden unter anderem das Sicherheits-Framework AppArmor nach jahrelangen Anläufen, fanotify für Virenscanner und ein Treiber für Intels Intelligent Power Sharing. Torvalds wollte in der folgenden Stabilisierungsphase wie schon bei 2.6.35 strikt nur noch Fehlerkorrekturen annehmen.

Ideen

  • Das Merge Window sammelt Neuerungen, die Stabilisierungsphase nur Korrekturen.
  • AppArmor war bei OpenSUSE und Ubuntu schon länger im Einsatz, bevor es in den Kernel kam.
  • fanotify gibt Virenscannern Zugriff auf Dateiereignisse beim Öffnen.
  • Ein strenger Umgang mit späten Patches soll neue Fehler vermeiden.

Einsichten

  • Ein fester Entwicklungsrhythmus macht Kernel-Veröffentlichungen planbar.
  • Distributionen tragen Funktionen oft jahrelang als Patch, bevor sie Mainline werden.

Fakten

  • Die Stabilisierungsphase dauerte typischerweise neun bis zwölf Wochen.
  • Hinzu kam rudimentäre KMS-Unterstützung für Nvidias Fermi-Chips.

Referenzen

Kritik

  • Die Aufzählung vieler Neuerungen lässt offen, welche davon für Serverbetreiber praktisch relevant sind.

Empfehlungen

  • Nutze Mandatory Access Control wie AppArmor oder SELinux für exponierte Dienste.
  • Verfolge Merge Windows, um frühzeitig zu erkennen, welche Funktionen deine Distribution bald erhält.

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