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Blog 2013

31 Beiträge

Projekte, Linux, Netzwerke, Systeme, Fundstücke und Internetstandards aus 2013.

Warum Open-Source-Datenbanken GPUs kaum nutzen

Ein Slashdot-Leser fragte Ende 2013, warum Open-Source-Datenbanken keine Grafikkarten nutzen. Anlass war Red Fox von der Georgia Tech: Das System führte den kompletten Benchmark TPC-H auf einer NVIDIA Titan aus, siebenmal schneller als eine kommerzielle Datenbank auf einem Amazon-EC2-Knoten mit 32 Kernen und 68-mal schneller als ein einzelner Xeon-Kern. Trotz mehrerer solcher Forschungsprojekte war kein Code in MonetDB, MySQL oder ähnliche Systeme eingeflossen.

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Einen CPU-Kühler auf der Grafikkarte montieren

DIY Perks montierte 2013 einen großen CPU-Kühler auf eine Grafikkarte und erreichte damit ungewöhnlich niedrige Temperaturen. Die verwendete Karte hatte eine Leistungsaufnahme vergleichbar mit einer GeForce GTX 680. Für diese Kombination entstand anschließend ein eigenes Gehäuse, das 2015 als nahezu lautloser Gaming-PC vorgestellt wurde.

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SSH-Client PuTTY 0.63 stopft Sicherheitslöcher

PuTTY 0.63 schloss im August 2013 vier als kritisch eingestufte Lücken in dem unter Windows verbreiteten SSH-Client. Betroffen waren die Modmul-Funktion, die Behandlung von Public-Key-Signaturen, Pufferüberläufe beim Prüfen von DSA-Signaturen und das Löschen von Session-Schlüsseln und Passphrasen aus dem Speicher. Da PuTTY seit 2011 nicht aktualisiert worden war und keine Update-Funktion hat, mussten Nutzer selbst handeln.

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Sicherere temporäre Dateien für Linux

Linux 3.11 erlaubte 2013 temporäre Dateien, die im Dateisystem gar nicht sichtbar sind. Dazu bekamen die Systemaufrufe open() und openat() das Flag O_TMPFILE. Das entzieht Angriffen die Grundlage, bei denen Angreifer über vorhersehbare Namen temporärer Dateien, etwa per Symlink, höhere Rechte erlangen.

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Langzeitpflege für den Linux-Kernel 3.10

Greg Kroah-Hartman kündigte im August 2013 an, Linux 3.10 zwei Jahre als Longterm-Kernel zu pflegen; auch der LTSI-Kernel für Gerätehersteller sollte darauf aufbauen. Daneben liefen die Longterm-Zweige 3.0, 3.2 und 3.4 mit unterschiedlichen Enddaten. Ben Hutchings wollte 3.2 bis etwa 2016 warten, weil Debian 7 darauf basierte.

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Was die Hacker-Community über Überwachung längst wusste

Nach den Snowden-Enthüllungen im Sommer 2013 erinnerte Felix von Leitner daran, dass die Hacker-Gemeinschaft seit Jahren mit der Gewissheit lebte, dass Geheimdienste das Internet weitgehend abhören. Neu war für Techniker nicht das Ob, sondern das bekannt gewordene Ausmaß. Vor allem aber habe die Gemeinschaft gegengesteuert, und zwar mit freier Software von PGP und TrueCrypt über Linux und FreeBSD bis zu Firefox, Jabber und OpenSSL.

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Totalschaden: ein gehackter Server auf dem OP-Tisch

Peer Heinlein von Heinlein Support zeigte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2013 die Schritt-für-Schritt-Untersuchung eines echten gehackten Root-Servers. Der Fall war ein mustergültiges Beispiel für Hintertüren, Rootkits und das, was Angreifer damit anstellen. Der Vortrag erklärte, woran man Einbrüche erkennt, wie Rootkits funktionieren und welche Hinweise auf Manipulationen man nicht übersehen sollte.

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Kernel-Hacker Alan Cox nimmt eine Auszeit

Alan Cox kündigte im Januar 2013 an, sich aus familiären Gründen zurückzuziehen und seinen Job bei Intel sowie die Kernel-Entwicklung aufzugeben. Der 44-Jährige galt lange als Nummer zwei nach Linus Torvalds und arbeitete seit 2008 für Intel am Kernel. Kurz zuvor hatte er Fedora 18 als „schlimmste Version, die ich je gesehen habe“ kritisiert.

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Kritische Sicherheitslücke im Security Manager

Im Januar 2013 wurde eine bereits aktiv ausgenutzte Lücke im Security Manager von Java 7 bis einschließlich Update 10 bekannt. Über eine Kombination aus JMX MBean und internen JavaScript-Klassen in einem Applet ließ sich der Security Manager aushebeln und Code aus Webseiten ausführen. Das US-CERT empfahl, Java im Browser zu deaktivieren, einen Patch von Oracle gab es noch nicht.

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OpenVPN setzt IPv6 vollständig um

OpenVPN 2.3.0 erschien im Januar 2013 mit vollständiger IPv6-Unterstützung, wie Entwickler Gert Doering ankündigte. Ein schwerer Fehler in der letzten Betaversion hatte die Veröffentlichung um wenige Tage verzögert. Neu war auch die optionale Nutzung von PolarSSL, die die niederländische Regierung bereits seit 2011 als OpenVPN-NL einsetzte.

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