Kritische Sicherheitslücke im Security Manager
Zusammenfassung
Im Januar 2013 wurde eine bereits aktiv ausgenutzte Lücke im Security Manager von Java 7 bis einschließlich Update 10 bekannt. Über eine Kombination aus JMX MBean und internen JavaScript-Klassen in einem Applet ließ sich der Security Manager aushebeln und Code aus Webseiten ausführen. Das US-CERT empfahl, Java im Browser zu deaktivieren, einen Patch von Oracle gab es noch nicht.
Ideen
- Der Security Manager sollte Applets einsperren, war aber umgehbar.
- Ein Sicherheitsforscher mit dem Alias Kafeine fand den Exploit bereits im Einsatz.
- Ältere Java-Versionen als 7 waren nicht betroffen.
- Die einzige Schutzmaßnahme war, Java im Browser abzuschalten.
- Der Exploit steckte bereits in Exploit-Kits wie Nuclear Pack, Redkit und Blackhole.
Einsichten
- Sandboxing innerhalb einer komplexen Laufzeitumgebung hat eine riesige Angriffsfläche.
- Wiederholte Zero-Days untergruben das Vertrauen in Browser-Plugins nachhaltig.
Fakten
- Betroffen war Java 7 bis einschließlich Update 10.
- Der Fehler lag im Security Manager der JRE 1.7.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt CVE-2012-4681, die Kennung einer Java-Lücke vom August 2012; die im Januar 2013 ausgenutzte Lücke wird als CVE-2013-0422 geführt.
Empfehlungen
- Deinstalliere Browser-Plugins wie Java, die du nicht brauchst.
- Isoliere Altanwendungen, die Java-Applets benötigen, in einer eigenen virtuellen Umgebung.
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