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Teils kritische Router-Lücken gefährden Industrienetzwerke

Zusammenfassung

Der Industrie-Netzwerkausrüster Moxa warnte im Januar 2025 vor zwei Lücken in Routern und Security-Appliances, die unter anderem in Energieanlagen eingesetzt werden. CVE-2024-9138 beruht auf fest einprogrammierten Zugangsdaten und erlaubt angemeldeten Angreifern Root-Rechte, die kritische CVE-2024-9140 ermöglicht das Einschleusen von Systembefehlen. Für mehrere Modellreihen gab es Firmware-Updates, für andere nur Workarounds oder den Verweis auf den Support.

Ideen

  • Fest einprogrammierte Zugangsdaten sind ein Konstruktionsfehler, keine Konfigurationsfrage.
  • Industrienetzwerke nutzen Geräte, deren Kompromittierung physische Folgen haben kann.
  • Nicht für alle Modelle stand ein Patch bereit.
  • Als Workaround riet Moxa, Geräte nicht aus dem Internet erreichbar zu machen und SSH einzuschränken.

Einsichten

  • Weil Industrie-IT langsam gepatcht wird, ist Netzsegmentierung dort Pflicht.
  • Hersteller mit fest eingebauten Zugängen gefährden ganze Branchen.

Fakten

  • Korrigiert war die Firmware unter anderem in Version 3.14 für EDR-8010 und EDR-G9010.
  • Entdeckt hat die Lücken der Sicherheitsforscher Lars Haulin.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung sagt nicht, ob die Lücken bereits ausgenutzt wurden.

Empfehlungen

  • Trenne OT-Netze strikt vom Internet und von der Büro-IT.
  • Setze in Industrienetzen ein IPS oder eine Anomalieerkennung ein, wie Moxa empfiehlt.

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