17.000 Linux-Server anfällig für kritische Rsync-Lücke
Zusammenfassung
Im Januar 2025 wurden sechs Lücken in rsync bekannt, darunter die kritische CVE-2024-12084, die in Kombination eine Übernahme von Servern mit nur anonymem Lesezugriff erlaubt. Laut Shadowserver waren am 16. Januar weltweit 17.475 frei erreichbare rsync-Server verwundbar, Deutschland lag mit 956 auf Platz fünf. Betroffen waren alle Versionen bis 3.3.0, korrigiert in 3.4.0 und 3.4.1.
Ideen
- Anonymer Lesezugriff auf einen rsync-Daemon genügt als Einstieg.
- Die Erkennung erfolgte anhand der gemeldeten Versionsnummer auf Port 873.
- rsync steckt in vielen Backup-Werkzeugen und läuft oft unbemerkt.
- Rund 88 Prozent der erreichbaren Server waren bereits gepatcht.
Einsichten
- Unauffällige Infrastrukturwerkzeuge werden oft vergessen, weil sie jahrelang einfach funktionieren.
- Offene Dienste ohne Anmeldung sind bei jeder neuen Lücke sofort angreifbar.
Fakten
- Weltweit waren 146.844 rsync-Server ohne Passwort erreichbar.
- Die gepatchte Version 3.4.0 erschien am 14. Januar 2025.
Referenzen
Kritik
- Die Zählung beruht auf Versionsangaben und erfasst weder zurückportierte Patches noch passwortgeschützte Server.
Empfehlungen
- Betreibe rsync nicht als offenen Daemon, sondern über SSH.
- Prüfe, ob Backup-Werkzeuge einen rsync-Dienst unbemerkt öffnen.
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