Broadcom-Lücke lässt Angreifer ganze WLAN-Netze lahmlegen
Zusammenfassung
Forscher von Black Duck fanden im Januar 2026 eine Lücke in Broadcom-WLAN-Chipsätzen, über die ein Angreifer in Funkreichweite mit einem einzigen Paket ein 5-GHz-Netz lahmlegen kann, ohne Anmeldung und unabhängig von WPA2 oder WPA3. Alle Clients verlieren die Verbindung, bis der Router neu gestartet wird, und der Angriff lässt sich sofort wiederholen. Getestet wurde an einem Asus RT-BE86U; Broadcom hatte bereits gepatcht, wie weit die Hersteller das weitergaben, blieb unklar.
Ideen
- Ein einzelnes präpariertes Paket genügt, um einen Access Point dauerhaft zu stören.
- Verschlüsselung schützt nicht vor Angriffen auf die Verwaltungsebene des Funknetzes.
- Ein lahmgelegtes WLAN kann durch einen „Evil Twin“ des Angreifers ersetzt werden.
- Die Forscher hielten technische Details bewusst zurück.
Einsichten
- Lücken in Chipsatz-Firmware erreichen Nutzer nur, wenn jeder Gerätehersteller den Patch weitergibt.
- Verfügbarkeit ist ein Sicherheitsziel, das WLAN-Verschlüsselung nicht abdeckt.
Fakten
- Betroffen waren nur 5-GHz-Netze, 2,4 GHz offenbar nicht.
Referenzen
Kritik
- Ohne Details und Liste betroffener Chips können Betreiber ihr Risiko kaum einschätzen.
Empfehlungen
- Halte Router- und Access-Point-Firmware aktuell und prüfe Herstellerhinweise zu Broadcom-Chips.
- Schütze Anmeldungen zusätzlich durch HTTPS mit HSTS und Zwei-Faktor-Verfahren gegen Evil-Twin-Phishing.
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