Seit Jahrzehnten summt auf 4625 kHz ein russischer Kurzwellenkanal rund um die Uhr, bekannt als „The Buzzer“ oder unter dem falsch gelesenen Rufzeichen UVB-76. Hinter dem Summen steckt nach allem, was Funkbeobachter rekonstruiert haben, ein militärisches Führungsnetz, das zwischendurch kurze, codierte Sprachmeldungen sendet. Dieser Beitrag trennt Belegtes von Mythen und zeigt, wie man den Kanal über meinen Empfänger owrx.bk99.de selbst verfolgen kann.
Der YouTube-Kanal Maple Circuit stellt in seinem Video zum am 18. Oktober 2026 erschienenen Linux 7.3 vor allem die Neuerungen im Dateisystem btrfs vor. Laut dem Pull-Request von David Sterba bringt die Version spürbare Leistungsgewinne bei Direct I/O, Copy-on-Write und fsync sowie geänderte Einhängeoptionen, die Admins vor dem Update kennen sollten. Der Beitrag erklärt die Änderungen anhand der Patches auf der Mailingliste und ordnet die genannten Messwerte ein.
Sascha Friesike, Professor und Direktor am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, erklärt im rbb-Kanal Menschen und Muster, warum KI menschliche Arbeit auf absehbare Zeit nicht ersetzt, sondern verändert. Das Video stützt sich auf drei Befunde der Forschung: Polanyis Paradox des impliziten Wissens, Lisanne Bainbridges Ironien der Automatisierung und die Beobachtung, dass Ansprüche mit den technischen Möglichkeiten wachsen. Der Beitrag fasst die Argumente zusammen, prüft die zitierten Studien und zeigt, was daraus für den Umgang mit KI im Berufsalltag folgt.
In der Nacht zum 12. Oktober 2026 haben Unbekannte in Hunderten französischen Supermärkten die Kühlsteuerungen übernommen und Tiefkühltruhen stark aufgeheizt, die Ware verdarb. Ursache waren nach Angaben des Herstellers Danfoss und der französischen Behörde CERT-FR Kühlsteuerungen, die direkt aus dem Internet erreichbar waren und keine aktuelle Firmware hatten. Der Beitrag ordnet den Vorfall ein und fasst zusammen, was CERT-FR und BSI Betreibern vernetzter Steuerungen jetzt raten.
Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht (CGPM) hat in Versailles beschlossen, dass die Koordinierte Weltzeit UTC ab dem 20. Mai 2027 ohne Schaltsekunden fortläuft und bis zu eine Stunde von der Erdrotation abweichen darf. Auslöser war die drohende erste negative Schaltsekunde, deren Wahrscheinlichkeit Fachleute bis 2035 auf 30 Prozent schätzen und die noch nie angewendet wurde. Der Beitrag erklärt, warum Schaltsekunden Server lahmgelegt haben, wie Google und andere sie über Stunden verteilen und was Betreiber von NTP, chrony und Funkuhren jetzt wissen sollten.
Black Forest Labs hat mit FLUX 3 Image Klein ein offenes Bildmodell mit 5,6 Milliarden Parametern veröffentlicht, das Bilder erzeugt, mit bis zu zehn Referenzbildern bearbeitet und Bildelemente per Bounding Box platziert. Laut Hersteller läuft es mit INT8 schon auf Grafikkarten mit 8 GB und schlägt in internen Vergleichen größere offene Modelle. Der Beitrag erklärt die Technik und zeigt, was der Zwang zum separaten Prompt-Upsampler, die Speicherangaben und die ersten Erfahrungen aus der Community für den Betrieb auf eigener Hardware bedeuten.
Citizen Lab und Confiant haben erstmals technisch belegt, dass gezielte Online-Werbung genutzt wird, um Spionagesoftware ohne jeden Klick auf Geräte zu bringen, und nennen das Verfahren AdFection. Die israelische Firma Discover-Tech kaufte dafür Anzeigen über Google, Yandex und andere Werbebörsen und reichte ausgewählte Zielpersonen an Spyware-Anbieter wie Candiru weiter, bei Al Jazeera wurden so mindestens 45 Geräte angegriffen. Die Untersuchung zeigt, wie Echtzeit-Auktionen, Werbe-IDs und fremder Code in Anzeigen zusammen eine Angriffsfläche bilden, gegen die bisher vor allem Werbeblocker helfen.
Linus Torvalds hat seine erste Patch-Serie veröffentlicht, die mit Hilfe eines KI-Programmierassistenten entstanden ist: Zehn Patches sollen ein seit Jahren bekanntes Skalierungsproblem beim Lesen aus dem Page Cache lösen. In einem künstlichen Test mit 64 Threads steigen die Lesevorgänge pro Sekunde um das 23-Fache, was laut Torvalds im echten Betrieb deutlich weniger sein wird. Schon wenige Stunden nach der Veröffentlichung fand der Kernel-Entwickler Kiryl Shutsemau im Review eine Race Condition und lieferte die Korrektur gleich mit.
Im Oktober 2026 habe ich dem GeekMagic SmallTV Ultra, einem würfelförmigen WLAN-Display mit ESP8266, eine eigene Firmware geschrieben: KAC, den KleinerAnzeigeComputer. Er zeigt im Wechsel den Durchsatz meiner beiden Internetleitungen, den Zustand der Firewall und die Platten des NAS, flackert nicht und strahlt im Betrieb kein offenes WLAN aus. Die Firmware lässt sich direkt über die Update-Seite der Werksfirmware aufspielen, und dieser Beitrag zeigt, wie ein eigenes Dashboard dafür entsteht.
Das Projekt w1700k-sdr verwandelt den Wi-Fi-7-Router Gemtek W1700K in einen breitbandigen SDR-Empfänger, der bis zu 320 Millionen komplexe Abtastwerte pro Sekunde aus den Bändern 2,4, 5 und 6 GHz über 10 GbE an einen Linux-Rechner liefert. Dafür läuft auf dem MediaTek-Funkchip MT7996 ausschließlich selbst geschriebene Firmware, die aus Mitschnitten der Original-Firmware Register für Register nachgebaut wurde. Der Rechner zeigt Spektrum und Wasserfall im Browser, Frequenz, Verstärkung und Filter lassen sich im laufenden Betrieb ändern.
Der Artikel „Passkeys are a trap“ auf dem Blog Non-Functional warnt Nicht-Techniker vor Passkeys, weil Webseiten über Remote Attestation bestimmen könnten, welche Software und welches Betriebssystem man nutzen darf. Auf Hacker News sammelte er am 11. Oktober 2026 fast 900 Punkte und über 460 Kommentare. Der Sicherheitsforscher Scott Helme hält dagegen, dass Attestation nur das Modell des Schlüssels verrät und synchronisierte Passkeys gar keine liefern, während der Artikel den größten Vorteil von Passkeys fast bis zum Schluss unterschlägt: Sie lassen sich nicht abphishen.
Zum Geburtstag habe ich ein Buch bekommen, das eine KI gestaltet hat, mit meinem Foto auf dem Cover und dem Titel „Die Matrix ruft – Peter antwortet später“. Man könnte meinen, ein KI-Geschenk sei unpersönlich, doch das Persönliche steckt in Idee, Foto und Pointe, nicht im Setzen der Buchstaben. Dieser Beitrag erklärt, warum ich KI für einen Akkuschrauber halte und wo der Vergleich trotzdem hinkt.
Mark Benecke fasst live vom Berliner Alexanderplatz neue Umweltmessungen aus dem Herbst 2026 zusammen: den Living Planet Report des WWF, die beschleunigte Erderwärmung, den Super-El-Niño und Rekordtiefstände an Bodensee und Rhein. Die Kernbotschaft lautet, dass unbegrenztes Wachstum physikalisch unmöglich ist und jeder sofort handeln kann. Die meisten Messungen sind belegt, einige Zahlen gibt der Vortrag aber deutlich überzogen wieder.
Im Oktober 2026 habe ich meiner WD My Cloud EX2 Ultra, deren Herstellerunterstützung im Dezember 2027 endet, OpenWrt aufgespielt und sie dabei zunächst in eine Bootschleife geschickt. Gerettet hat sie ein Flipper Zero als serielle Konsole, über die das Rettungssystem per YMODEM in den Arbeitsspeicher kam. Heute läuft sie als verschlüsseltes RAID1-NAS mit eigener Lüfter- und LED-Steuerung, und dieser Beitrag enthält alle Skripte und Befehle zum Nachbauen.
Im Oktober 2026 zeigte das Firewall-Log meines Heimnetzes plötzlich Hunderte Verbindungsversuche auf meinen Reverse Proxy, alle aus zwei Netzen eines polnischen Providers. Die Auswertung ergab gebastelte SYN-Pakete, auf deren Antwort nie jemand reagierte, und damit sehr wahrscheinlich keinen Angriff auf mich, sondern einen auf das Netz der angeblichen Absender. Dieser Beitrag zeigt, woran man eine SYN-ACK-Reflexion erkennt, warum meine Ländersperre nicht gegriffen hat und wie ich die Pakete mit OPNsense befristet verwerfe.
Maya Posch zeigt auf Hackaday, wie LineageOS einem Xiaomi Mi 5 von 2016 Android 15 bringt und einen Raspberry Pi 4 in einen eigenen Smart-TV-Ersatz mit Android TV verwandelt. Beim Telefon kosteten entsperrter Bootloader und ein fehlender Fastboot-Treiber die meiste Zeit, die eigentliche Installation per fastboot und adb sideload ging danach schnell. Auf dem Raspberry Pi genügte es, ein Image auf die SD-Karte zu schreiben, und die Hardware-Videodekodierung funktionierte sofort.
Rui Ueyama veröffentlichte am 5. Oktober 2026 mold 3.0, die erste Version des schnellen Linkers nach der vollständigen Neuschreibung von C++ in Rust. Die neue Version soll ein direkter Ersatz für mold 2.42.1 sein, mit denselben Optionen, Zielarchitekturen und gleicher Geschwindigkeit. Ziel der 3.x-Reihe ist, die letzten Lücken zu GNU ld zu schließen, damit Linux-Distributionen mold als Standard-Linker nutzen können.
Strata bringt Qwen3.8-Flash-Next, ein Sprachmodell mit 125 Milliarden Parametern, auf einen normalen Spiele-PC mit 12 GB Grafikspeicher und 32 bis 64 GB Arbeitsspeicher. Am 4. Oktober 2026 erschien Version 0.1.39 des erst seit dem 24. September öffentlichen Projekts, das am 5. Oktober bereits rund 11.000 Sterne auf GitHub hatte. Dieser Beitrag erklärt, was Strata ist, wie das technisch funktioniert, wofür man es braucht und wo die Grenzen liegen.
Aleph Alpha veröffentlichte am Tag der Deutschen Einheit 2026 Kolibri, ein Sprachmodell für Deutsch und Englisch mit offenen Gewichten unter der Apache-2.0-Lizenz. Das Mixture-of-Experts-Modell hat 78 Milliarden Parameter, von denen pro Token rund 3,5 Milliarden rechnen, und verarbeitet bis zu eine Million Token Kontext. Es ist für Verwaltung, Industrie und Luftfahrt gedacht, die Modelle auf eigenen Servern betreiben und nachvollziehen wollen.
Vom 2. Oktober bis zum 6. Oktober 2026 sendete die Internationale Raumstation im Rahmen von ARISS Series 33 zwölf Bilder per SSTV auf 437,550 MHz. Ich habe sie in Meerane mit einem Raspberry Pi, einem RTL-SDR-Stick, einer einfachen Magnetfußantenne und OpenWebRX+ empfangen, beim ersten brauchbaren Überflug kamen zwei Bilder sauber an. Entscheidend war nicht die Antenne, sondern ein kleines Skript, das die Frequenz während des Überflugs nachführt und die Bilder selbst speichert.
Im September habe ich KI lokal sprechen lassen, ein 35-Milliarden-Parameter-Modell auf eine einzelne Grafikkarte gebracht und laut OpenAI 2,9 Milliarden Token in der Cloud verbraucht. Ein Geschenk für einen Freund ist trotzdem nicht fertig geworden. Dieser Beitrag zeigt, wo die Wartezeit einer Sprach-KI wirklich steckt, warum ein HTTP 200 lügen kann und was ein Token-Zähler über KI-Agenten verrät.
Christian Stankowic und CodeSalat zeigen, wie MeshCore und Meshtastic mit preiswerter LoRa-Hardware unabhängige Textnetze und eigene Mesh-Bots ermöglichen.
Maya Posch erprobt einen alten Intel-Atom-PC als offenen Router und zeigt, wie Treiberwahl, Installation und belastbare Messungen über den Erfolg entscheiden.
Beim Aufbau meines Mailarchivs fand ich einen Ordner mit 6.594 Mails, die mir Server, für die ich verantwortlich war, zwischen 2004 und 2025 geschickt haben. In Logwatch-Berichten, Cron-Ausgaben und Warnungen lässt sich ablesen, wie sich mein Serverbetrieb über zwanzig Jahre verändert hat. Der Beitrag zeigt, was diese Robotpost verrät, wann sie zur Last wurde und wie ich Überwachung per Mail heute angehen würde.
Im September 2026 habe ich Outlook-, Thunderbird-, Evolution- und Cyrus-Bestände aus 26 Jahren in ein lokales Mailarchiv mit Stalwart und Roundcube zusammengeführt. Am Ende standen 120.314 durchsuchbare Mails, darunter über 11.000, die längst als gelöscht galten. Der Beitrag zeigt, warum Message-IDs keine Dubletten erkennen, was Thunderbird beim Löschen wirklich tut und wie ein Archiv ohne Cloud trotzdem sicher bleibt.
Andrew Gabbitas beschreibt, wie Let’s Encrypt mit Merkle Tree Certificates post-quantenfeste Authentisierung ermöglichen will, ohne TLS-Verbindungen durch große Einzelsignaturen auszubremsen.
Johannes Findeisen kritisiert systemd als komplexe, eng gekoppelte Linux-Suite und stellt ihr OpenRC, runit und s6 als modularere Alternativen gegenüber.
Ockhams Rasiermesser ist eine Faustregel der Wissenschaftstheorie: Von mehreren Erklärungen, die dasselbe gleich gut erklären, ist die mit den wenigsten zusätzlichen Annahmen vorzuziehen. Einfachheit ist dabei eine Auswahlhilfe und kein Beweis für Wahrheit. Sein bekanntester Ableger, Hanlons Rasiermesser, wendet dieselbe Sparsamkeit auf menschliches Fehlverhalten an.
Eine Folie von Greg Kroah-Hartman für den Vortrag bei Kernel Recipes 2026 in Paris zeigt, dass die Zahl der CVEs pro Linux-Version stark gestiegen ist. Statt früher etwa 500 sind es inzwischen fast 2.000 behobene Lücken pro Release, mit Linux 7.3 könnte die Marke überschritten werden. Als Grund gelten KI-Modelle, die den riesigen Kernel-Quellcode systematisch nach Fehlern durchsuchen.
Mit hAudio 0.04 ist ein dauerhaft laufendes Audio-System für den Raspberry Pi erschienen: Es mischt die Signale von zwei Computern auf ein kabelloses Headset und leitet das Headset-Mikrofon unabhängig an PC 1, PC 2, beide oder keinen der beiden Rechner weiter.
Linux steht für Neugier, Selbstbestimmung und die Freiheit, Technik zu verstehen und nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Umso mehr freue ich mich über meine Mitgliedschaft im LPI. Das LPI ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 1999 Linux-Kenntnisse herstellerunabhängig zertifiziert.
Palo Alto Networks schloss im August 2026 zahlreiche Lücken, die meisten im Chromium-basierten Unternehmensbrowser Prisma Browser. Dort konnten Speicherfehler zur Codeausführung führen; korrigiert war Version 150.49.8.187. Weitere Lücken betrafen den VPN-Client GlobalProtect auf Android, macOS und Windows, darunter eine Rechteausweitung (CVE-2026-0299).
Im August 2026 wurden zwei Lücken im Referenzcode der Trusted Computing Group für Firmware-TPMs (fTPM 2.0) bekannt, den AMD und Intel in ihre BIOS-Versionen übernehmen. CVE-2026-6727 ist ein Timing-Seitenkanal bei RSA-OAEP, CVE-2026-6726 erlaubt es, verworfene Schlüssel durch falsche zu ersetzen. Ausnutzen lassen sie sich nur mit lokalem, privilegiertem Zugriff, relevant sind sie vor allem für Firmengeräte.
heise bewarb 2026 erneut den fünftägigen iX-Workshop „Linux-Server härten“ mit Florian Winkler von B1 Systems, diesmal mit Terminen im September und November. Die Themen reichen von physischer Sicherheit über Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und SELinux/AppArmor bis zu Logging, Monitoring und Intrusion Detection. Zielgruppe sind Linux-Administratoren und Sicherheitsverantwortliche, die ihre Server systematisch absichern wollen.
KG bilanziert Entfernungen, Energie, Strahlung, Staubkollisionen und Kommunikationsgrenzen, die interstellare Reisen selbst für fortschrittliche Zivilisationen erschweren.
Weil Technik immer teurer wird, zeigte DIY Perks im Juli 2026 einen neuen Weg zum eigenen PC: Bauteile aus beschädigter Technik retten und zu wieder nutzbaren Rechnern zusammensetzen. Gewonnen werden unter anderem Speicher und weitere Komponenten aus Geräten, die sonst als Schrott gelten. Die Videobeschreibung verweist für Fragen auf einen eigenen Forumsfaden und auf Suchbegriffe für Gebrauchtmärkte.
Hugging Face beschreibt einen Einbruch, bei dem ein autonomer Agent eine präparierte Datenquelle und unsichere Ausführungspfade kombinierte. Interne Datensätze und Zugangsdaten wurden erreicht; öffentliche Hub-Artefakte waren nach damaligem Kenntnisstand nicht manipuliert.
Der Leitfaden verlagert rechenintensive CI-Schritte aus GitHub Actions in Hugging Face Jobs. GitHub bleibt Auslöser und Statusoberfläche, während spezialisierte Hardware extern läuft.
Der Beitrag erweitert Continuous Batching um asynchrone Vorbereitung und Ausgabe, damit CPU-Arbeit den GPU-Scheduler weniger blockiert. Überlappte Pipelinephasen erhöhen die Auslastung bei vielen gleichzeitigen Anfragen.
Der Beitrag argumentiert, dass offene Modelle Verteidigern prüfbare und anpassbare Werkzeuge geben. Gleichzeitig erkennt er an, dass dieselben Fähigkeiten auch Angreifern zur Verfügung stehen.
davd liefert einen Realitätscheck zum eigenen Mailserver und erklärt, warum DNS, Zustellbarkeit, Spamabwehr und Reputation schwieriger als die eigentliche Serversoftware sind.
Benedikt Heine, Head of Infrastructure bei der 3Q GmbH, berichtete bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2026, wie die Firma Mellanox-Switches mit normalem Linux als Router für 100 Gbit/s einsetzt. Möglich macht das switchdev, mit dem der Linux-Kernel die Schaltlogik direkt auf den Switch-Chip auslagert. Das Ergebnis: voller Linux-Support, lange Softwarepflege, kein weiterer Netzwerkhersteller zum Lernen und keine Lizenzkosten.
Storage Buckets ergänzen die versionsorientierten Repositories um S3-ähnlichen Objektspeicher für Checkpoints, Logs und Zwischenstände. Die Daten bleiben über Browser, Skript und Kommandozeile erreichbar.
GGML und llama.cpp werden Teil von Hugging Face, um lokale Inferenz und offene Modellformate langfristig weiterzuentwickeln. Die Zusammenarbeit verbindet den Hub enger mit CPU- und Edge-Ausführung.
Lutz Donnerhacke fängt fehlgeleiteten Kundentraffic zu privaten Adressen ab und untersucht sichere Antworten, die fehlerhafte Geräte beruhigen und Fehlkonfigurationen sichtbar machen.
Open Responses beschreibt ein offenes Schema für Modellantworten, Werkzeugaufrufe und agentische Abläufe. Anwendungen sollen Anbieter wechseln können, ohne jede Integrationsschicht neu zu bauen.
Forscher von Black Duck fanden im Januar 2026 eine Lücke in Broadcom-WLAN-Chipsätzen, über die ein Angreifer in Funkreichweite mit einem einzigen Paket ein 5-GHz-Netz lahmlegen kann, ohne Anmeldung und unabhängig von WPA2 oder WPA3. Alle Clients verlieren die Verbindung, bis der Router neu gestartet wird, und der Angriff lässt sich sofort wiederholen. Getestet wurde an einem Asus RT-BE86U; Broadcom hatte bereits gepatcht, wie weit die Hersteller das weitergaben, blieb unklar.
Das Magazin Rtings fand 2026 unter 25 getesteten Wi-Fi-7-Routern keinen, der den Standard zufriedenstellend umsetzte. Vor allem die Multi-Link Operation (MLO) wurde vernachlässigt: Kein Modell nutzte echtes simultanes MLO, nur eines unterstützte EMLSR als Rückfallebene. Zudem verwirren Hersteller mit Bezeichnungen wie „Wifi“ ohne Bindestrich, die nicht der Zertifizierung der Wi-Fi Alliance unterliegen.
Fortinet warnte Ende 2025 vor laufenden Angriffen auf eine seit Juli 2020 gepatchte FortiOS-Lücke (CVE-2020-12812), die laut Shadowserver noch auf rund 10.000 Firewalls ausnutzbar war. Angreifer umgehen damit die Zwei-Faktor-Anmeldung per FortiToken, indem sie im Benutzernamen Groß- und Kleinschreibung vertauschen. Betroffen sind lokale Nutzer, die über LDAP authentifiziert und einer Gruppe zugewiesen sind.