Sicherheitslücke in SugarCRM-Servern wird aktiv ausgenutzt
Zusammenfassung
Angreifer nutzten Anfang 2023 eine kritische Lücke in SugarCRM (CVE-2023-22952), um Server zu übernehmen und Schadsoftware zu installieren. Über den Pfad /index.php/ ließ sich die Authentifizierung umgehen, danach lud ein POST-Request eine PNG-Datei mit PHP-Code hoch, die bei späterem Abruf ausgeführt wurde. Censys fand bis zum 11. Januar 354 kompromittierte Server, knapp zwölf Prozent aller 3059 erreichbaren Instanzen.
Ideen
- Exploit-Code kursierte schon vor dem Hotfix öffentlich.
- Eine Bilddatei mit eingebettetem PHP-Code diente als Hintertür.
- Nur Installationen mit der Identitätsverwaltung Sugaridentity waren nicht betroffen.
- Von SugarCRM betriebene Cloud-Instanzen wurden sofort gepatcht.
Einsichten
- Selbst gehostete Geschäftssoftware ist nur so sicher wie die Patchgeschwindigkeit ihrer Betreiber.
- Nach einem Patch muss auch geprüft werden, ob bereits eingebrochen wurde.
Fakten
- SugarCRM veröffentlichte Advisory und Hotfix am 5. Januar 2023.
- Die meisten kompromittierten Server standen in den USA, Deutschland, Australien und Frankreich.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung verweist auf die Indicators of Compromise von Censys, nennt sie aber nicht selbst.
Empfehlungen
- Prüfe nach kritischen Lücken die eigenen Server anhand veröffentlichter Indicators of Compromise.
- Verhindere in Webanwendungen die Ausführung von Skripten in Upload- und Cache-Verzeichnissen.
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