bk99.de entertain the web since 1997

Blog 2014

31 Beiträge

Projekte, Linux, Netzwerke, Systeme, Fundstücke und Internetstandards aus 2014.

Linux 3.19 startet 2015 mit vielen Neuerungen

Kurz nach Linux 3.18 stellte Phoronix Ende 2014 vor, was Linux 3.19 als erstes großes Kernel-Update des Jahres 2015 bringen sollte. Dazu gehörten der AMDKFD-Treiber für AMDs Heterogeneous System Architecture, Grafikunterstützung für Intels Skylake, RAID5/6-Verbesserungen in Btrfs und LZ4-Kompression für SquashFS. Linux 3.19 erschien im Februar 2015.

Vollständigen Beitrag lesen

TR-069-Fernwartungslücke bei DSL-Routern: Deutsche Internetanbieter bezeichnen ihre Netze als sicher

Nach Shahar Tals DEF-CON-Vortrag über Lücken in TR-069-Fernwartungsservern fragte heise 2014 deutsche Provider nach ihrem Schutz. Telekom, Vodafone, 1&1 und andere hielten ihre Netze für sicher, weil ihre Router selbstsignierte Zertifikate ablehnen oder nur voreingestellte Server kontaktieren. Tal hatte gezeigt, dass ein gekaperter Auto Configuration Server Tausende Router umleiten oder auslesen kann.

Vollständigen Beitrag lesen

AVM-Router: Weitere Lücke in der FritzBox-Fernwartungsfunktion

heise Security fand 2014 eine Lücke in den MyFritz-Apps für Android und iOS, über die Angreifer ohne Passwort auf die Weboberfläche einer FritzBox zugreifen konnten. Die Apps prüften das SSL-Zertifikat der Box nicht ausreichend, sodass ein Angreifer in einem fremden Netz die Session-ID abgreifen konnte. AVM löste das per Certificate Pinning: Die Apps merken sich beim ersten Kontakt den Fingerabdruck des Zertifikats und warnen bei Änderungen.

Vollständigen Beitrag lesen

Massenhaft Sicherheitslücken in vernetzten Geräten

Forscher des französischen Instituts Eurécom analysierten 2014 automatisiert 32.356 Firmware-Dateien vernetzter Geräte. 693 Images enthielten mindestens eine Lücke, 38 davon bislang unbekannt; in über 300 fanden sich Hinweise auf Hintertüren, etwa in einem Gerät der Belkin-Wemo-Reihe. Außerdem sammelten sie 109 private RSA-Schlüssel aus über 400 Images ein.

Vollständigen Beitrag lesen

Signify statt GnuPG für LibreSSL-Veröffentlichungen

Das OpenBSD-Team signierte 2014 die Veröffentlichungen seines neuen OpenSSL-Ablegers LibreSSL nicht mit GnuPG, sondern mit dem selbst entwickelten Werkzeug signify. Die Begründung: signify umfasse nur rund 1.300 Zeilen C-Code, und für zwei schlecht geschriebene Krypto-Codebasen fehle die Energie. Felix von Leitner portierte signify daraufhin nach Linux und wies auf eine Schwäche hin: Der öffentliche Schlüssel lag auf demselben Server wie die signierten Dateien.

Vollständigen Beitrag lesen

Secure Boot in der Praxis: Wie Firmware-Fehler den Schutz aushebeln

Matthew Garrett fasst die MITRE-Forschung von der SyScan 2014 zusammen: Auf vielen Rechnern lässt sich Secure Boot aus dem laufenden Betriebssystem heraus umgehen. Ursache ist nicht die Kryptografie, sondern falsch abgelegte Richtlinien und fehlende Sperrbits im Chipsatz. Garrett hält Secure Boot trotzdem für einen echten Sicherheitsgewinn, dessen offensichtliche Fehler erst über mehrere Hardwaregenerationen verschwinden.

Vollständigen Beitrag lesen

Daten von einer Festplatte mit festsitzenden Köpfen retten

DIY Perks zeigte 2014 eine Notfallmethode für Festplatten, die beim Einschalten summen oder klicken oder gar nicht anlaufen, weil ihre Schreib-Leseköpfe auf den Magnetscheiben festhängen. Mit über 13 Millionen Aufrufen ist es eines der meistgesehenen Videos des Kanals. Die Videobeschreibung verweist für schwierige Fälle auf Datenrettungssoftware und für mehr Sicherheit auf ein selbst gebautes Reinluftgehäuse.

Vollständigen Beitrag lesen

OpenSSH 6.5 veröffentlicht

OpenSSH 6.5 brachte im Januar 2014 Schlüsselaustausch mit Curve25519 und Signaturen mit Ed25519, beides von Daniel J. Bernstein entwickelt. Anlass waren auch die Snowden-Enthüllungen, da die verbreiteten NIST-Kurven von einem NSA-Mitarbeiter stammten. Ed25519 ersetzt ECDSA, das bei schwachen Zufallszahlengeneratoren anfällig ist.

Vollständigen Beitrag lesen

Geheimdienst sorgte für schwache GSM-Verschlüsselung

Laut der norwegischen Zeitung Aftenposten drängte der britische Geheimdienst in den 1980er-Jahren darauf, dass GSM nur schwach verschlüsselt wird. Ursprünglich sollte der Standard 128 Bit bieten, A5/1 kam am Ende auf effektiv 54 Bit; die Briten wollten sogar nur 48 Bit. Deutschland setzte sich aus Angst vor Spionage durch den Ostblock für stärkere Verschlüsselung ein.

Vollständigen Beitrag lesen

Hintertür in WLAN-Routern entdeckt

Eloi Vanderbeken entdeckte zum Jahreswechsel 2013/2014 auf seinem Linksys-Router WAG200G eine Hintertür auf Port 32764. Über ein Skript konnte er Befehle ausführen und die Konfiguration samt Passwörtern auslesen. Betroffen waren offenbar zahlreiche Modelle von Linksys, Netgear, Cisco und Diamond, vermutlich wegen gemeinsamer DSL-Modems des taiwanischen Herstellers Sercomm.

Vollständigen Beitrag lesen