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Hintertür in WLAN-Routern entdeckt

Zusammenfassung

Eloi Vanderbeken entdeckte zum Jahreswechsel 2013/2014 auf seinem Linksys-Router WAG200G eine Hintertür auf Port 32764. Über ein Skript konnte er Befehle ausführen und die Konfiguration samt Passwörtern auslesen. Betroffen waren offenbar zahlreiche Modelle von Linksys, Netgear, Cisco und Diamond, vermutlich wegen gemeinsamer DSL-Modems des taiwanischen Herstellers Sercomm.

Ideen

  • Ein undokumentierter Dienst auf einem ungewöhnlichen Port gab vollen Zugriff.
  • Firmware-Analyse deckte die Hintertür auf.
  • Eine gemeinsame Zulieferkomponente verteilte die Hintertür auf viele Marken.
  • Die Antwort „ScMM“ verriet den Hersteller Sercomm.

Einsichten

  • Die Sicherheit eines Geräts hängt an Zulieferern, die der Käufer nicht kennt.
  • Wer Firmware selbst prüfen kann, findet, was Hersteller verschweigen.

Fakten

  • Die Hintertür lauschte auf Port 32764.
  • Vanderbeken dokumentierte seinen Fund auf GitHub.
  • Über Shodan antworteten fast 3000 IP-Adressen auf Port 32764, rund 60 davon aus Deutschland.

Referenzen

Kritik

  • Die Liste betroffener Modelle stammt aus Nutzerberichten und ist nicht vom Hersteller bestätigt.

Bemerkungen

  • Im April 2014 zeigte Vanderbeken, dass ein „Update“ die Hintertür nur versteckt hatte und sie sich per speziellem Paket wieder aktivieren ließ.

Empfehlungen

  • Scanne eigene Router von innen und außen auf offene Ports, auch ungewöhnliche.
  • Ersetze Hersteller-Firmware wo möglich durch OpenWrt.

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