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Geheimdienst sorgte für schwache GSM-Verschlüsselung

Zusammenfassung

Laut der norwegischen Zeitung Aftenposten drängte der britische Geheimdienst in den 1980er-Jahren darauf, dass GSM nur schwach verschlüsselt wird. Ursprünglich sollte der Standard 128 Bit bieten, A5/1 kam am Ende auf effektiv 54 Bit; die Briten wollten sogar nur 48 Bit. Deutschland setzte sich aus Angst vor Spionage durch den Ostblock für stärkere Verschlüsselung ein.

Ideen

  • Geheimdienste beeinflussen Standards, um selbst mithören zu können.
  • Eine bewusst geschwächte Verschlüsselung schwächt sie für alle.
  • Deutsche und britische Interessen standen sich bei GSM gegenüber.

Einsichten

  • Hintertüren und absichtlich schwache Verfahren nützen am Ende auch Angreifern.
  • Politische Kompromisse bei Standards wirken Jahrzehnte nach.

Fakten

  • Die Aussagen stammen unter anderem von Jan Arild Audestad, der an GSM mitarbeitete.
  • A5/1 nutzt 64 Bit, von denen 10 auf null gesetzt sind, effektiv also 54 Bit.
  • Die Telekom rüstete ihr Netz bis Ende 2013 auf A5/3 um.
  • Mit Technik für kaum mehr als 100 Euro ließen sich A5/1-Gespräche aus rund 100 Metern abhören.

Referenzen

Kritik

  • Die Darstellung beruht auf Zeitzeugen, die sich gegenseitig bestätigen, aber nicht auf Dokumenten.

Bemerkungen

  • A5/1 gilt seit Langem als praktisch gebrochen; LTE und 5G nutzen deutlich stärkere Verfahren.

Empfehlungen

  • Verlasse dich für vertrauliche Gespräche nicht auf die Mobilfunkverschlüsselung, sondern nutze Ende-zu-Ende-verschlüsselte Apps.
  • Deaktiviere 2G auf Mobilgeräten, wo das Betriebssystem es erlaubt.

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