OpenSSH 6.5 veröffentlicht
Zusammenfassung
OpenSSH 6.5 brachte im Januar 2014 Schlüsselaustausch mit Curve25519 und Signaturen mit Ed25519, beides von Daniel J. Bernstein entwickelt. Anlass waren auch die Snowden-Enthüllungen, da die verbreiteten NIST-Kurven von einem NSA-Mitarbeiter stammten. Ed25519 ersetzt ECDSA, das bei schwachen Zufallszahlengeneratoren anfällig ist.
Ideen
- Kurvenparameter unklarer Herkunft untergraben das Vertrauen in Kryptografie.
- Ed25519 braucht keine Zufallszahl pro Signatur und vermeidet so eine ECDSA-Schwäche.
- Die Snowden-Enthüllungen lösten einen Wechsel zu nachvollziehbaren Verfahren aus.
- ChaCha20-Poly1305 ersetzt das unsichere, aber schnelle RC4.
Einsichten
- Kryptografische Verfahren sollten nicht nur sicher, sondern auch nachvollziehbar entworfen sein.
- Robustheit gegen Implementierungsfehler ist ein eigenes Qualitätsmerkmal.
Fakten
- OpenSSH 6.5 führte Curve25519 für den Schlüsselaustausch ein.
- Für Signaturen kam Ed25519 hinzu.
- Der Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch verlangt nun mindestens 2048 Bit statt 1024 Bit.
- Verbindungen mit RSA-MD5-Signaturen alter kommerzieller Clients werden abgelehnt.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung stützt die Leistungsaussage zu ChaCha20 auf einen einzelnen eigenen Test.
Bemerkungen
- Ed25519 ist seit OpenSSH 9.5 der Standard-Schlüsseltyp von ssh-keygen.
Empfehlungen
- Erzeuge neue SSH-Schlüssel mit ssh-keygen -t ed25519.
- Entferne alte DSA- und kurze RSA-Schlüssel aus authorized_keys.
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