Langzeitpflege für den Linux-Kernel 3.10
Zusammenfassung
Greg Kroah-Hartman kündigte im August 2013 an, Linux 3.10 zwei Jahre als Longterm-Kernel zu pflegen; auch der LTSI-Kernel für Gerätehersteller sollte darauf aufbauen. Daneben liefen die Longterm-Zweige 3.0, 3.2 und 3.4 mit unterschiedlichen Enddaten. Ben Hutchings wollte 3.2 bis etwa 2016 warten, weil Debian 7 darauf basierte.
Ideen
- Longterm-Kernel erhalten über Jahre Fehlerkorrekturen ohne neue Funktionen.
- Distributionen und Gerätehersteller richten ihre Planung an diesen Zweigen aus.
- Einzelne Maintainer pflegen Zweige, die für ihre Distribution wichtig sind.
Einsichten
- Die Wahl eines Longterm-Kernels ist eine Wette auf die Dauer seiner Pflege.
- Gemeinsame Basiskernel verringern den Pflegeaufwand vieler Hersteller.
Fakten
- Linux 3.4 sollte bis Oktober 2014 gepflegt werden, die Pflege von 3.0 endete im Herbst 2013.
- Neue Ausgaben aller Zweige waren kurz zuvor als 3.0.89, 3.2.50, 3.4.56 und 3.10.5 erschienen.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt Pläne; wie verlässlich solche Zusagen über Jahre sind, bleibt offen.
Bemerkungen
- Linux 3.10 wurde am Ende deutlich länger als zwei Jahre gepflegt und diente vielen Android- und Embedded-Geräten als Basis.
Empfehlungen
- Plane bei Geräten und Servern das Supportende des eingesetzten Kernels ein.
- Nutze die Übersicht auf kernel.org, um Enddaten der Longterm-Zweige zu prüfen.
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