Linux-VServer 2 für Kernel 2.6
Zusammenfassung
Linux-VServer 2.0 lief 2005 als erste stabile Version auf Kernel 2.6 und schottete mehrere Linux-Umgebungen auf einem Rechner gegeneinander ab. Ähnlich wie BSD-Jails bildete jede Umgebung einen eigenen Kontext, in dem Prozesse nur ihren Dateisystemteil und keine fremden Prozesse sahen. Anders als bei User Mode Linux oder Xen lief in den Gästen kein eigener Kernel.
Ideen
- Virtualisierung auf Betriebssystemebene teilt einen Kernel zwischen mehreren Umgebungen.
- Jeder Kontext sieht nur seine Prozesse und seinen Teil des Dateisystems.
- Ressourcenlimits verhindern, dass eine Umgebung den ganzen Rechner beansprucht.
- Uptime, Speicher und Last wurden je virtuellem System getrennt angezeigt.
Einsichten
- Container sind leichter als virtuelle Maschinen, weil sie keinen eigenen Kernel mitbringen.
- Der gemeinsame Kernel ist zugleich Effizienzgewinn und gemeinsame Schwachstelle.
Fakten
- VServer 2.0 unterstützte die meisten Hardwareplattformen, auf denen Linux lief.
- Das Konzept ähnelte den Jails von FreeBSD.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung verschweigt, dass VServer einen gepatchten Kernel außerhalb des offiziellen Linux-Kernels verlangte.
Bemerkungen
- Die Idee lebt heute in Namespaces und cgroups des Mainline-Kernels weiter, auf denen LXC, Docker und Podman aufbauen.
Empfehlungen
- Nutze für neue Container-Setups die Mainline-Mechanismen statt externer Kernel-Patches.
- Trenne Dienste mit unterschiedlichem Vertrauensniveau durch virtuelle Maschinen, nicht nur durch Container.
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