Sicherheitslücke in HP-Server bei "Power Down"
Zusammenfassung
HP empfahl 2005 für den Server ProLiant DL585 einen ungewöhnlichen Workaround: das Stromkabel ziehen. Ein Fehler im Fernwartungsmodul Integrated Lights-Out bis Firmware 1.8 erlaubte im ausgeschalteten Zustand unautorisierten Netzwerkzugriff auf die Serversteuerung. Erst ohne Strom war auch das iLO abgeschaltet, allerdings musste man dann für jeden Neustart in den Serverraum.
Ideen
- Fernwartungsmodule bleiben aktiv, auch wenn der Server ausgeschaltet ist.
- Ein Fehler im Managementcontroller öffnet Zugriff unabhängig vom Betriebssystem.
- Nur die Trennung vom Strom schaltete den verwundbaren Controller sicher ab.
- Der Workaround machte Fernwartung, den eigentlichen Zweck von iLO, unmöglich.
Einsichten
- Out-of-Band-Management ist ein eigener Computer mit eigener Angriffsfläche.
- „Ausgeschaltet“ bedeutet bei Servern nicht „nicht erreichbar“.
Fakten
- Betroffen war iLO bis einschließlich Firmware 1.8, Version 1.81 war in Arbeit.
- Das Problem betraf das Modell HP ProLiant DL585.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung sagt nicht, ob der Angriff aus dem Internet oder nur aus dem Managementnetz möglich war.
Bemerkungen
- Auch spätere BMC- und iLO-Generationen hatten schwere Lücken; Managementcontroller gehören heute grundsätzlich in ein getrenntes Netz.
Empfehlungen
- Betreibe iLO, iDRAC und andere BMCs ausschließlich in einem isolierten Managementnetz.
- Halte die Firmware von Managementcontrollern so aktuell wie das Betriebssystem.
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