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Kritische Sicherheitslücke in wu-ftpd-Server

Zusammenfassung

Janusz Niewiadomski veröffentlichte 2003 auf Bugtraq einen Pufferüberlauf im FTP-Server wu-ftpd in den Versionen 2.5.0 bis 2.6.2. Die Funktion fb_realpath() verarbeitete Pfade über 4096 Byte fehlerhaft; ausnutzen konnte das, wer Schreibrechte hatte und Verzeichnisse anlegen durfte. Die großen Distributionen lieferten Updates, als Workaround half das Verbot neuer Verzeichnisse mit „upload … nodirs“.

Ideen

  • Überlange Pfadnamen überschrieben den Stack des FTP-Servers.
  • Schreibbare Verzeichnisse wie /incoming machten den Angriff möglich.
  • Ob ein Binary verwundbar war, hing vom PATH_MAX des Kernels ab, unter dem es gebaut wurde.
  • Distributoren wurden vor der Veröffentlichung informiert.

Einsichten

  • Anonyme Schreibrechte vergrößern die Angriffsfläche eines Dienstes erheblich.
  • Build-Umgebung und Plattformkonstanten können über die Ausnutzbarkeit einer Lücke entscheiden.

Fakten

  • Betroffen war wu-ftpd von 2.5.0 bis 2.6.2 auf x86.
  • Red Hat, SUSE, Debian und Mandrake reagierten bereits bei Veröffentlichung mit Updates.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung erklärt die PATH_MAX-Abhängigkeit knapp, aber nicht, wie Administratoren ihr eigenes Binary prüfen.

Bemerkungen

  • wu-ftpd galt schon damals als fehleranfällig und wurde später weitgehend durch vsftpd und andere Server ersetzt; FTP selbst weicht heute SFTP.

Empfehlungen

  • Ersetze klassisches FTP durch SFTP oder FTPS mit eng begrenzten Schreibrechten.
  • Verbiete in Upload-Verzeichnissen das Anlegen von Unterverzeichnissen, wenn es nicht gebraucht wird.

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