Laut einer BusinessWire-Meldung vom 28. Dezember 2007 räumten Geräte mit Linux oder Unix die Computer-Bestenlisten von Amazon für 2007 ab. Meistverkauft war das Nokia Internet Tablet mit Linux, am meisten gewünscht der Asus Eee PC 4G Galaxy mit vorinstalliertem Xandros Linux. Bestbewertet war das MacBook Pro, am häufigsten verschenkt das MacBook, beide mit dem Unix-System Mac OS X.
Ron und Frank Rieger untersuchen, wie Ereignisse durch Perspektiven, Auswahl und Wiederholung zu einer gesellschaftlich akzeptierten Mehrheitserzählung werden.
Felix von Leitner meldete 2007 stolz, dass The Pirate Bay auf opentracker umstieg, einen BitTorrent-Tracker, den Dirk Engling alias erdgeist auf Basis der Bibliothek libowfat geschrieben hatte. libowfat stammt von von Leitner selbst und enthält eine Abstraktion für skalierbare Netzwerkserver. Bei The Pirate Bay bewältigte opentracker auf vier Trackern rund 17.000 Anfragen pro Sekunde, verteilt auf sieben Rechner.
Eine DoS-Lücke in Ciscos IOS erlaubte 2007, Router über den Befehl „show ip bgp regexp“ mit bestimmten regulären Ausdrücken zum Neustart zu bringen. Viele Provider boten solche Befehle öffentlich per Telnet-Route-Server oder Looking-Glass-Webseite an; wiederholte Neustarts konnten dazu führen, dass andere Netze die Routen des Providers ignorierten. Als Workaround filterten Provider die Ausdrücke oder sperrten den Befehl, Cisco empfahl die „Deterministic Regular Expression Engine“.
Gentoo nahm im August 2007 mehrere Server vom Netz, nachdem auf packages.gentoo.org eine Command-Injection-Lücke entdeckt worden war. Die betroffenen Systeme wurden forensisch untersucht, ob eine Manipulation stattgefunden hatte, war unklar. Laut Gentoo konnten Pakete und Quellen zu keinem Zeitpunkt verändert werden, da der Server nur Informationen aus dem Portage-Baum anzeigte.
Symantec meldete 2007 kritische Lücken in Norton AntiVirus 2006, Norton Internet Security und SystemWorks, über die eine präparierte Webseite einen Windows-PC übernehmen konnte. Ursache waren zwei ActiveX-Controls in NAVCOMUI.DLL mit fehlerhafter Verarbeitung bestimmter Objekte. Die Updates liefen bereits über LiveUpdate, die Enterprise-Produkte waren nicht betroffen.
Virtualmin-Mitgründer Joe Cooper erklärt, warum Kontakte, Beratung und Austausch für sein junges Open-Source-Unternehmen wertvoller als das Startkapital waren.
Peter Norvig baut ein kleines probabilistisches Korrekturprogramm und erklärt damit Sprachmodell, Fehlermodell, Kandidatensuche und ehrliche Evaluation.
Sergey Brin und Lawrence Page beschreiben eine Suchmaschine, die Linkstruktur, Ankertexte und skalierbare Datenverarbeitung für relevantere Ergebnisse kombiniert.
Jörg Rödel, Kernel-Entwickler bei AMD, stellte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2007 KVM vor, die Kernel Virtual Machine. Neben etablierten Techniken wie Xen bot sich KVM damals gerade als schlanke Virtualisierungslösung an. Der Vortrag erklärte KVM, die zugrunde liegende Emulationsschicht QEMU und AMDs Hardwarevirtualisierung AMD-V.
Anfang 2007 probierten automatisierte Skripte bis zu 15.000 Kennwörter am Tag gegen meinen SSH-Zugang, und in einer Nacht kamen über 1.500 Anmeldeversuche gegen den POP3-Server dazu. Statt der üblichen Rezepte mit limit oder recent habe ich das iptables-Modul hashlimit verwendet, das neue Verbindungen je Quelladresse begrenzt, ohne mich selbst auszusperren. Dieser Beitrag aus meinem alten Blog zeigt die Regeln von damals und was nftables, fail2ban und OpenSSH heute von sich aus mitbringen.
Ab 2007 zeigte bk99.de MRTG-Graphen zu DSL, LAN, WLAN, VPN, Temperaturen, Speicher und Last meiner Rechner, erzeugt nicht per SNMP, sondern mit kleinen Shell-Skripten. Die versprochene Anleitung dazu habe ich nie geschrieben; stattdessen hat ein Leser in den Kommentaren mein Skript auf einen Bruchteil der Programmaufrufe gekürzt. Dieser Beitrag holt beides nach, erklärt das Prinzip der externen Skripte und zeigt, was heute an die Stelle von MRTG getreten ist.
Der Linux-Kernel 2.6.19.2 korrigierte im Januar 2007 einen kritischen Fehler, durch den Daten unter Umständen nicht korrekt auf die Festplatte geschrieben wurden. Besonders betroffen war Ext3, aber auch andere Dateisysteme; die Fehlersuche dauerte rund vier Wochen. Zudem schloss die Version Sicherheitslücken, etwa im Bluetooth-Stack, mit insgesamt rund 50 Patches.
Im X-Server von X.org steckten im Januar 2007 mehrere Integer-Overflow-Lücken im Modul DBE und in der Render-Extension, betroffen waren alle Versionen seit X.org 6.8.2. Fehlerhafte Parameter konnten Speicher auch außerhalb der betroffenen Funktionen überschreiben. Ausnutzen ließ sich das nur durch einen bereits authentifizierten Client, Patches standen bereit.
Die freie Netzwerk-Backup-Software Bacula erschien im Januar 2007 in Version 2.0 und konnte Daten nun verschlüsselt auf Volumes speichern. Neu waren außerdem die Migration von Jobs zwischen Volumes, schnellere Wiederherstellung von Festplatte, bessere Unterstützung für Wechseldatenträger und die Weboberfläche BWeb. Skripte ließen sich vor und nach Jobs auf Server und Client starten.