Mobiles Livevideo mit Linux, EVDO und eigener Protokolltechnik
Zusammenfassung
Kyle Vogt beschreibt den selbstgebauten Justin.tv-Rucksack, der Livevideo über gebündelte Mobilfunkverbindungen zuverlässig ins Netz übertrug.
Ideen
- Ein kleiner Linux-Rechner verbindet Kamera, MPEG-4-Encoder und Mobilfunkmodems.
- Mehrere EVDO-Verbindungen teilen den Videostrom für höheren Gesamtdurchsatz.
- Ein eigenes Echtzeitprotokoll reagiert auf hohe Paketverluste und schwankende Verbindungen.
- Verbindungsbalancierung verteilt Daten über mehrere gleichzeitig aktive Modems.
- Austauschbare Akkus erlauben langen Betrieb ohne vollständige Unterbrechung.
- Standardbauteile ermöglichen schnelle Prototypen trotz ungewöhnlicher Anforderungen.
Einsichten
- Unzuverlässige Netze verlangen anwendungsnahe Fehlerbehandlung statt bloßer Bandbreitenaddition.
- Mobile Systeme optimieren Energie, Gewicht, Durchsatz und Zuverlässigkeit gleichzeitig.
- Frühe Hardwareprototypen dürfen teuer sein, wenn sie zentrale Unsicherheiten beseitigen.
- Eigene Protokolle lohnen sich nur bei Anforderungen außerhalb etablierter Standards.
Fakten
- Vier nahe Modems erzeugten zeitweise bis zu fünfzig Prozent Paketverlust.
- Das System erreichte gemeinsam ungefähr 1,2 Megabit pro Sekunde Uplink.
- Die erste Version nutzte einen VIA-EPIA-Mini-ITX-Rechner.
- Ein 14,8-Volt-Akku versorgte das System ungefähr acht Stunden.
Empfehlungen
- Simuliere Paketverlust und Verbindungswechsel bereits während der Entwicklung.
- Protokolliere Durchsatz, Latenz und Energieverbrauch je Funkverbindung.
- Ersetze Spezialteile erst nach einem funktionsfähigen Ende-zu-Ende-Prototyp.
Referenzen
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