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Linux-Virtualisierung mit KVM

Zusammenfassung

Jörg Rödel, Kernel-Entwickler bei AMD, stellte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2007 KVM vor, die Kernel Virtual Machine. Neben etablierten Techniken wie Xen bot sich KVM damals gerade als schlanke Virtualisierungslösung an. Der Vortrag erklärte KVM, die zugrunde liegende Emulationsschicht QEMU und AMDs Hardwarevirtualisierung AMD-V.

Was ist KVM?

KVM macht den Linux-Kernel selbst zum Hypervisor. Statt eines eigenen Virtualisierungssystems unter dem Betriebssystem nutzt KVM die Virtualisierungsfunktionen moderner Prozessoren, bei AMD heißt diese Technik AMD-V, bei Intel VT-x. Jede virtuelle Maschine ist für Linux ein normaler Prozess, der mit den üblichen Werkzeugen verwaltet werden kann.

QEMU übernimmt dabei die Nachbildung der Hardware, die ein Gastsystem erwartet, etwa Festplatten, Netzwerkkarten und Grafik. KVM sorgt dafür, dass der Prozessorcode des Gastes direkt und damit schnell auf der echten Hardware läuft.

Warum das ein Wendepunkt war

KVM war wenige Wochen vor dem Vortrag mit Linux 2.6.20 in den offiziellen Kernel gekommen, während Xen lange außerhalb des Hauptzweigs gepflegt wurde. Diese Nähe zum Kernel machte KVM zum Gewinner: Heute ist es die Grundlage von Proxmox VE, OpenStack, vielen Cloud-Anbietern und von Virtualisierung unter Linux überhaupt. Der Vortrag fiel damit genau in den Moment, in dem diese Entwicklung begann.

Ideen

  • Der Linux-Kernel wird mit KVM selbst zum Hypervisor.
  • Virtuelle Maschinen sind für das Wirtssystem normale Prozesse.
  • QEMU bildet Geräte nach, KVM lässt den Prozessorcode direkt laufen.

Einsichten

  • Die Aufnahme in den Hauptzweig des Kernels kann über den Erfolg einer Technik entscheiden.
  • Hardwareunterstützung im Prozessor machte Virtualisierung schlank und schnell.

Fakten

  • KVM kam mit Linux 2.6.20 Anfang 2007 in den offiziellen Kernel.
  • AMD-V ist AMDs Hardwarevirtualisierung, Intels Gegenstück heißt VT-x.
  • Den Vortrag hielt Jörg Rödel von AMD Saxony.

Referenzen

Bemerkungen

  • Jörg Rödel sprach 2016 erneut bei den Chemnitzer Linux-Tagen, dann über modernes TCP im Linux-Kernel.

Empfehlungen

  • Prüfe mit grep -E 'svm|vmx' /proc/cpuinfo, ob dein Prozessor Hardwarevirtualisierung unterstützt.
  • Nutze für KVM eine Verwaltungsschicht wie libvirt oder Proxmox VE statt QEMU-Befehlszeilen von Hand.

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