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Blog 2020

38 Beiträge

Projekte, Linux, Netzwerke, Systeme, Fundstücke und Internetstandards aus 2020.

Linux-Kernel auf Nintendo 64 portiert

Am ersten Weihnachtstag 2020 kündigte Lauri Kasanen, der zuvor an Mesa und am Linux-Grafikstack mitgearbeitet hatte, eine neue Portierung des Linux-Kernels auf die Nintendo 64 an. Es war nicht der erste Linux-Versuch auf der Konsole, aber der erste mit dem Ziel, in den offiziellen Kernel aufgenommen zu werden. Als Zweck nannte Kasanen das Portieren von Emulatoren und Spielen, vor allem aber: weil es möglich ist.

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Netzwerkspeicher: Amazon Cloud kappt API für Backups durch NAS

Amazon stellte 2020 die Programmierschnittstellen für Amazon Drive und Amazon Photos ein, sodass NAS-Systeme wie Synology ab 1. November keine Backups mehr dorthin schreiben konnten. Betroffen waren Synologys Cloud Sync und Hyper Backup, prinzipbedingt auch andere Hersteller wie QNAP. Amazon empfahl die eigenen Apps, die jedoch keine Verschlüsselung boten und für NAS nicht existierten; S3 blieb unberührt.

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WLAN-Router im Visier von Hackern

Laut Trend Micro stiegen unberechtigte Anmeldeversuche an Heimroutern zwischen September und Dezember 2019 von 23 auf 249 Millionen. Angreifer wollen die Geräte per Brute Force übernehmen und in Botnetze für DDoS-Angriffe einbinden, zumal mehr Firmendaten ins Homeoffice wanderten. Eine Fraunhofer-FKIE-Analyse von 127 Routern zeigte zudem, dass viele seit Jahren keine Updates erhielten und auf sehr alten Linux-Kerneln liefen.

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Linux-Desktop KDE: Sicherheitslücke in Ark erlaubte Angriffe aus der Ferne

Im KDE-Archivmanager Ark steckte 2020 eine Path-Traversal-Lücke (CVE-2020-16116), über die präparierte Archive Dateien an beliebige Stellen im Home-Verzeichnis schreiben konnten. So ließen sich etwa eine manipulierte .bashrc oder ein Skript im Autostart-Ordner platzieren, nötig war aber, dass der Nutzer das Archiv entpackt. Ark 20.08.0 verhinderte das und warnte zusätzlich.

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Wenn Sicherheitsprodukte selbst zum Risiko werden

Felix von Leitner sammelte im Februar 2020 drei Meldungen, in denen Sicherheitsprodukte selbst zum Problem wurden. McAfee kaufte eine Firma für Browser-Isolation, ein großer Provider filterte auf seinen Routern ungewöhnlich kleine Netzwerkpakete als vermeintlichen Angriffsschutz und legte damit unter anderem die Onleihe von Bibliotheken lahm, und die Kryptowährung IOTA stoppte nach einem Diebstahl ihr Netzwerk. Der gemeinsame Nenner: Sicherheit wird versprochen, aber ohne Verständnis umgesetzt.

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Neue Projekte aus alten, defekten Laptops

DIY Perks zeigte 2020, was sich aus alten, defekten Laptops noch bauen lässt. Displays, Webcams, Lautsprecher, Akkuzellen und Hauptplatinen werden zu eigenständigen Geräten wie Zweitbildschirm, Smart Mirror, Überwachungskamera oder Medien-PC. Mit über 14 Millionen Aufrufen ist es eines der erfolgreichsten Videos des Kanals.

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L1DES und VRS machen Intel-Chips angreifbar

Intel gab im Januar 2020 zwei weitere Varianten des Microarchitectural Data Sampling bekannt, gefunden von der University of Michigan und der VU Amsterdam. Bei L1DES alias CacheOut (CVE-2020-0549) werden Daten aus dem L1-Datencache in den Fill-Buffer verdrängt und dort auslesbar, bei VRS sind Vektorregister betroffen. Betroffen waren unter anderem Kaby Lake, Coffee Lake, Whiskey Lake und Cascade Lake, Intel kündigte Microcode-Updates an.

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Die Tricks mit der Google-Sicherheitslücke

Trend Micro fand Anfang 2020 Schad-Apps im Google Play Store, die eine Android-Lücke ausnutzten, die zuvor bereits von Kunden des Spyware-Herstellers NSO verwendet worden war. Google hatte die Lücke rund anderthalb Jahre vorher selbst entdeckt. Die Apps Camero und Filecrypt Manager dienten als Dropper und installierten unbemerkt die Spionage-App Callcam.

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