Am ersten Weihnachtstag 2020 kündigte Lauri Kasanen, der zuvor an Mesa und am Linux-Grafikstack mitgearbeitet hatte, eine neue Portierung des Linux-Kernels auf die Nintendo 64 an. Es war nicht der erste Linux-Versuch auf der Konsole, aber der erste mit dem Ziel, in den offiziellen Kernel aufgenommen zu werden. Als Zweck nannte Kasanen das Portieren von Emulatoren und Spielen, vor allem aber: weil es möglich ist.
KG animiert Andy Weirs Kurzgeschichte über einen Verstorbenen, der erfährt, dass jedes menschliche Leben eine Inkarnation desselben heranreifenden Bewusstseins ist.
Brian Krebs beschreibt, wie manipulierte Orion-Updates eine Lieferkettenkompromittierung zu bis zu 18.000 Kunden trugen und priorisierte Folgeangriffe ermöglichten.
ProtonDB sammelt strukturierte Erfahrungsberichte zu Windows-Spielen unter Proton und verbindet Kompatibilität mit konkreten Hard- und Softwareständen.
Hugging Face dokumentiert die Übertragung eines WMT19-Übersetzungsmodells von fairseq zu Transformers. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Gewichtszuordnung, Tokenisierung und Gleichheit der Ausgaben.
Der Beitrag zerlegt Encoder-Decoder-Transformer und erklärt ihre Unterschiede zu reinen Encoder- oder Decoder-Modellen. Besonders Cross-Attention verbindet die Repräsentation der Eingabe mit der schrittweisen Ausgabe.
Brendan Abolivier erklärt Matrix als föderierten Kommunikationsstandard und zeigt, wie ein eigener Homeserver unter Arch Linux Teil des Netzwerks wird.
James Bottomley beschreibt den praktischen Aufbau eines IPv6-Heimnetzes mit Präfixdelegation, Router Advertisements, DNS und zustandsbehafteter Firewall.
Der Beitrag erklärt, wie blockweise Sparsität Parameter und Rechenarbeit reduziert, ohne jede einzelne Null separat zu verwalten. Er verbindet ein strukturiertes Modellformat mit effizienten GPU-Kernen.
Amazon stellte 2020 die Programmierschnittstellen für Amazon Drive und Amazon Photos ein, sodass NAS-Systeme wie Synology ab 1. November keine Backups mehr dorthin schreiben konnten. Betroffen waren Synologys Cloud Sync und Hyper Backup, prinzipbedingt auch andere Hersteller wie QNAP. Amazon empfahl die eigenen Apps, die jedoch keine Verschlüsselung boten und für NAS nicht existierten; S3 blieb unberührt.
Laut Trend Micro stiegen unberechtigte Anmeldeversuche an Heimroutern zwischen September und Dezember 2019 von 23 auf 249 Millionen. Angreifer wollen die Geräte per Brute Force übernehmen und in Botnetze für DDoS-Angriffe einbinden, zumal mehr Firmendaten ins Homeoffice wanderten. Eine Fraunhofer-FKIE-Analyse von 127 Routern zeigte zudem, dass viele seit Jahren keine Updates erhielten und auf sehr alten Linux-Kerneln liefen.
Im KDE-Archivmanager Ark steckte 2020 eine Path-Traversal-Lücke (CVE-2020-16116), über die präparierte Archive Dateien an beliebige Stellen im Home-Verzeichnis schreiben konnten. So ließen sich etwa eine manipulierte .bashrc oder ein Skript im Autostart-Ordner platzieren, nötig war aber, dass der Nutzer das Archiv entpackt. Ark 20.08.0 verhinderte das und warnte zusätzlich.
Reformer reduziert Speicher- und Rechenbedarf klassischer Transformer durch lokalitätssensitives Hashing und reversible Schichten. Dadurch werden wesentlich längere Eingaben auf begrenzter Hardware möglich.
Kartikeya Maheshwari bündelt Kommandozeilenwerkzeuge und Arbeitsweisen, die Suche, Navigation, Verarbeitung sowie wiederholbare Systemarbeit beschleunigen.
Der Beitrag vergleicht Greedy Search, Beam Search, Sampling, Top-k und Nucleus Sampling. Er zeigt, dass dieselben Modellgewichte je nach Decoding-Strategie völlig andere Texte erzeugen.
Felix von Leitner sammelte im Februar 2020 drei Meldungen, in denen Sicherheitsprodukte selbst zum Problem wurden. McAfee kaufte eine Firma für Browser-Isolation, ein großer Provider filterte auf seinen Routern ungewöhnlich kleine Netzwerkpakete als vermeintlichen Angriffsschutz und legte damit unter anderem die Onleihe von Bibliotheken lahm, und die Kryptowährung IOTA stoppte nach einem Diebstahl ihr Netzwerk. Der gemeinsame Nenner: Sicherheit wird versprochen, aber ohne Verständnis umgesetzt.
Hugging Face zeigt am Beispiel Esperanto, wie Tokenizer, Datensatz und Transformer gemeinsam neu aufgebaut werden. Das Experiment macht sichtbar, welche Entscheidungen fertige Modelle gewöhnlich verbergen.
Michael Larabel fasst die wichtigsten Neuerungen von Linux 5.6 zusammen, darunter WireGuard, erste USB4-Unterstützung und weitere 32-Bit-Zeitkorrekturen.
Linus Torvalds nahm im Januar 2020 den Zweig net-next und damit das VPN WireGuard in den Hauptzweig des Linux-Kernels auf. Damit war WireGuard für Linux 5.6 im April gesetzt, nachdem Jason Donenfeld es im Sommer zuvor zur Aufnahme vorgeschlagen hatte. Der Netzwerkcode umfasst nur rund 7000 Zeilen, OpenVPN und IPsec dagegen mehrere Hunderttausend.
DIY Perks zeigte 2020, was sich aus alten, defekten Laptops noch bauen lässt. Displays, Webcams, Lautsprecher, Akkuzellen und Hauptplatinen werden zu eigenständigen Geräten wie Zweitbildschirm, Smart Mirror, Überwachungskamera oder Medien-PC. Mit über 14 Millionen Aufrufen ist es eines der erfolgreichsten Videos des Kanals.
Intel gab im Januar 2020 zwei weitere Varianten des Microarchitectural Data Sampling bekannt, gefunden von der University of Michigan und der VU Amsterdam. Bei L1DES alias CacheOut (CVE-2020-0549) werden Daten aus dem L1-Datencache in den Fill-Buffer verdrängt und dort auslesbar, bei VRS sind Vektorregister betroffen. Betroffen waren unter anderem Kaby Lake, Coffee Lake, Whiskey Lake und Cascade Lake, Intel kündigte Microcode-Updates an.
Trend Micro fand Anfang 2020 Schad-Apps im Google Play Store, die eine Android-Lücke ausnutzten, die zuvor bereits von Kunden des Spyware-Herstellers NSO verwendet worden war. Google hatte die Lücke rund anderthalb Jahre vorher selbst entdeckt. Die Apps Camero und Filecrypt Manager dienten als Dropper und installierten unbemerkt die Spionage-App Callcam.