WLAN-Router im Visier von Hackern
Zusammenfassung
Laut Trend Micro stiegen unberechtigte Anmeldeversuche an Heimroutern zwischen September und Dezember 2019 von 23 auf 249 Millionen. Angreifer wollen die Geräte per Brute Force übernehmen und in Botnetze für DDoS-Angriffe einbinden, zumal mehr Firmendaten ins Homeoffice wanderten. Eine Fraunhofer-FKIE-Analyse von 127 Routern zeigte zudem, dass viele seit Jahren keine Updates erhielten und auf sehr alten Linux-Kerneln liefen.
Ideen
- Der Router ist das erste aus dem Internet erreichbare Gerät des Heimnetzes.
- Übernommene Router dienen als Brückenkopf zu IoT-Geräten dahinter.
- Viele Hersteller liefern keine Sicherheitsupdates für ältere Modelle.
- Exploit-Schutzmaßnahmen fehlten in vielen Firmware-Images.
Einsichten
- Homeoffice macht die Sicherheit privater Router zur Unternehmensfrage.
- Das Alter des eingebauten Kernels ist ein guter Indikator für die Pflege einer Firmware.
Fakten
- Für 22 der 127 getesteten Geräte gab es seit zwei Jahren kein Firmware-Update.
- Mehr als ein Drittel der Firmware nutzte Kernel ohne Sicherheitsupdates seit mindestens neun Jahren.
- AVM-Router schnitten im Fraunhofer-Test mit Abstand am besten ab.
- Das BSI veröffentlichte im Juli 2020 eine Prüfspezifikation zur Zertifizierung von Heimroutern nach seiner technischen Richtlinie.
Referenzen
Kritik
- Die Angriffszahlen stammen von einem Antivirenhersteller mit eigenem Produktinteresse.
Empfehlungen
- Deaktiviere Fernzugriff auf die Router-Verwaltung aus dem Internet.
- Ersetze Router, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr liefert.
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