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Linux-Desktop KDE: Sicherheitslücke in Ark erlaubte Angriffe aus der Ferne

Zusammenfassung

Im KDE-Archivmanager Ark steckte 2020 eine Path-Traversal-Lücke (CVE-2020-16116), über die präparierte Archive Dateien an beliebige Stellen im Home-Verzeichnis schreiben konnten. So ließen sich etwa eine manipulierte .bashrc oder ein Skript im Autostart-Ordner platzieren, nötig war aber, dass der Nutzer das Archiv entpackt. Ark 20.08.0 verhinderte das und warnte zusätzlich.

Ideen

  • Pfade mit „../“ in Archiven können aus dem Zielverzeichnis ausbrechen.
  • Dateien wie .bashrc oder Autostart-Einträge führen Code beim nächsten Login aus.
  • Ein Proof-of-Concept lag bereits auf GitHub.
  • heise korrigierte die ursprüngliche Einstufung als Angriff aus der Ferne.

Einsichten

  • Entpacken ist eine Schreiboperation mit fremden Dateinamen und braucht dieselbe Vorsicht wie Codeausführung.
  • Persistenz über Konfigurationsdateien im Home-Verzeichnis ist ein unterschätzter Angriffsweg.

Fakten

  • Verwundbar waren Ark-Versionen bis 20.04.3.
  • KDE bot neben 20.08.0 einen Patch für ältere Versionen an.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung musste nachträglich korrigiert werden, weil sie den Angriffsvektor zunächst falsch als Remote-Angriff einordnete.

Empfehlungen

  • Entpacke Archive unbekannter Herkunft zunächst mit einer Inhaltsliste und prüfe die Pfade.
  • Nutze Werkzeuge, die Pfade außerhalb des Zielverzeichnisses ablehnen.

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