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L1DES und VRS machen Intel-Chips angreifbar

Zusammenfassung

Intel gab im Januar 2020 zwei weitere Varianten des Microarchitectural Data Sampling bekannt, gefunden von der University of Michigan und der VU Amsterdam. Bei L1DES alias CacheOut (CVE-2020-0549) werden Daten aus dem L1-Datencache in den Fill-Buffer verdrängt und dort auslesbar, bei VRS sind Vektorregister betroffen. Betroffen waren unter anderem Kaby Lake, Coffee Lake, Whiskey Lake und Cascade Lake, Intel kündigte Microcode-Updates an.

Ideen

  • Spekulative Ausführung hinterlässt Spuren in internen Puffern.
  • Frühere MDS-Schutzmaßnahmen deckten diese Varianten nicht ab.
  • Microcode-Updates sind der Hauptweg, Hardwarelücken zu mildern.

Einsichten

  • Nach Spectre und Meltdown folgte eine lange Reihe verwandter Lücken.
  • Geteilte Hardware bleibt eine Vertrauensgrenze, die Software nur teilweise schützt.

Fakten

  • CacheOut trägt die Kennung CVE-2020-0549.
  • Betroffen waren auch Server-CPUs der Cascade-Lake-Generation.
  • VRS ist eine Variante von RIDL und trägt die Kennung CVE-2020-0548.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung sagt nicht, wie realistisch ein Angriff außerhalb von Laborbedingungen ist.

Empfehlungen

  • Spiele Microcode-Updates über das Betriebssystem oder BIOS zeitnah ein.
  • Prüfe den Schutzstatus unter /sys/devices/system/cpu/vulnerabilities.
  • Deaktiviere TSX, wenn deine Anwendungen es nicht nutzen, wie die Forscher empfehlen.

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