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Blog 2002

11 Beiträge

Projekte, Linux, Netzwerke, Systeme, Fundstücke und Internetstandards aus 2002.

Linux-Kernel bekommt Sprachausgabe als Kunstprojekt

Im Projekt Free Radio Linux las eine Sprachsynthese den kompletten Quellcode des Linux-Kernels 2.4.18 als Internetradio vor. Das Künstlerprojekt lief im Rahmen von CrossFade, einer Zusammenarbeit von SFMOMA, Goethe-Institut, ZKM Karlsruhe und Walker Art Center. Für die 4.141.432 Zeilen Code waren rund 600 Tage Sendezeit veranschlagt, gestreamt wurde im freien Format Ogg Vorbis.

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Microsoft stopft Sicherheitslücken in Office Web Components

Microsoft meldete im August 2002 drei kritische Lücken in den Office Web Components 2000 und 2002, die in Office, Money, Project und mehreren Serverprodukten steckten. Über die Host()-Funktion konnte eine präparierte Webseite Office-Programme starten und beliebige Befehle ausführen, zwei weitere Lücken gaben Zwischenablage und lokale Dateien preis. Der Patch war bereits im Service Pack 2 für Office XP enthalten.

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Linux-Kernel 2.4.19 freigegeben

Marcelo Tosatti gab im August 2002 den Linux-Kernel 2.4.19 frei, mit besserer Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren wie Intels IA64, USB 2.0 und PCI-Hotplug. Vor allem behob die Version Fehler und verbesserte Treiber; Alan Cox veröffentlichte parallel seine Variante 2.4.19-ac1. Zugleich liefen die ältere 2.2-Serie und Linus Torvalds' Entwicklerzweig 2.5 weiter.

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Novells Netware voller Sicherheitslücken

Auf der Black Hat 2002 stellte Rain Forest Puppy im Vortrag „Novell – The Forgotten OS“ zahlreiche Lücken in NetWare 5.1 und 6.0 vor. Standardinstallationen ließen sich zum Absturz bringen, NDS-Verzeichnisdaten auslesen und Perl-Skripte mit Systemrechten ausführen. Empfohlen wurde, NetBasic-, Perl- und JSP-Handler von den Webservern zu entfernen, bis Novell Patches liefert.

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OpenAFS: ein verteiltes gemeinsames Dateisystem

Dr. Hartmut Reuter vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik stellte beim Chemnitzer Linux-Tag 2002 OpenAFS vor, ein verteiltes Dateisystem nach dem Client-Server-Modell. Kerberos sorgt für die Sicherheit, Clients gibt es für Linux, viele Unix-Varianten, Windows und macOS. AFS gilt als extrem skalierbar und kann sogar als weltweites Dateisystem genutzt werden.

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IBM: Linux und Open Source haben die Gesellschaft verändert

Auf der LinuxWorld 2002 in New York erklärte IBM-Manager William M. Zeitler, Linux und Open Source würden das Zeitalter beenden, in dem Hersteller Kunden über proprietäre Plattformen kontrollierten. Als nächste große offene Technologie sah er Grid Computing. Das Internet werde sich von einer Kommunikationsplattform zu einer Plattform für Rechenleistung auf Abruf wandeln.

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IBM kündigt neue Server speziell für Linux an

IBM kündigte im Januar 2002 zwei speziell für Linux konzipierte Server an, darunter einen in Böblingen entwickelten Mainframe, der nur Linux ausführt. Für ihn sollten erstmals keine Kenntnisse klassischer Mainframe-Betriebssysteme wie z/OS nötig sein. Mit der Virtualisierung z/VM sollte er 20 bis mehrere hundert Unix- oder Intel-Server ersetzen.

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Internet Explorer hat Sicherheitslücke in JavaScript

Der bulgarische Sicherheitsforscher Georgi Guninski veröffentlichte im Januar 2002 eine Lücke im Internet Explorer, über die JavaScript lokale Dateien lesen und Programme starten konnte. Ursache war eine falsche Interpretation der Funktion GetObject(); betroffen waren der gepatchte IE 6.0 und IE 5.5 SP2 unter Windows 2000. Guninski hatte Microsoft nach eigenen Angaben drei Wochen vorher informiert, ohne Reaktion.

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