Linux-Kernel 2.4.19 freigegeben
Zusammenfassung
Marcelo Tosatti gab im August 2002 den Linux-Kernel 2.4.19 frei, mit besserer Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren wie Intels IA64, USB 2.0 und PCI-Hotplug. Vor allem behob die Version Fehler und verbesserte Treiber; Alan Cox veröffentlichte parallel seine Variante 2.4.19-ac1. Zugleich liefen die ältere 2.2-Serie und Linus Torvalds' Entwicklerzweig 2.5 weiter.
Ideen
- Stabile und Entwicklerzweige des Kernels wurden von verschiedenen Personen betreut.
- Neben dem offiziellen Kernel pflegten bekannte Entwickler eigene Patchsätze.
- Drei Kernel-Serien liefen gleichzeitig: 2.2, 2.4 und 2.5.
Einsichten
- Getrennte Zuständigkeiten für stabile und experimentelle Zweige verteilen die Last der Pflege.
- Parallele Patchsätze zeigen, wie dezentral die Kernel-Entwicklung damals organisiert war.
Fakten
- Marcelo Tosatti war für die 2.4-Serie verantwortlich, Linus Torvalds für 2.5.
- Der Entwicklerkernel stand zeitgleich bei Version 2.5.30, die 2.2-Serie bei 2.2.21.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung verweist auf das Changelog, nennt aber keine sicherheitsrelevanten Korrekturen, die ein Update dringlich machen würden.
Bemerkungen
- Aus dem 2.5-Zweig entstand Ende 2003 Linux 2.6; seit 2.6 gibt es keine getrennten ungeraden Entwicklerserien mehr.
Empfehlungen
- Setze produktiv auf den stabilen Kernel deiner Distribution und nicht auf Entwicklerzweige.
- Lies Changelogs gezielt auf Treiber- und Sicherheitskorrekturen für deine Hardware.
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