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Linux: Kernel und Distributionen schützen vor Prozessorlücke Foreshadow/L1TF

Zusammenfassung

Im August 2018 wurde die Prozessorlücke Foreshadow beziehungsweise L1 Terminal Fault (L1TF) in vielen Intel-CPUs bekannt, der Linux-Hauptzweig und große Distributionen lieferten sofort Schutz. Wer fremde virtuelle Maschinen betreibt, musste zusätzlich Hyper-Threading abschalten, was VMs bis zu 50 Prozent Leistung kosten konnte. Die Stable- und Longterm-Kernel erschienen nach weniger als 24 Stunden Begutachtung.

Ideen

  • Gegenmaßnahmen wurden monatelang unter Verschwiegenheit vorbereitet.
  • Die Korrekturen erreichten Hauptzweig und alle wichtigen Stable-Zweige am selben Tag.
  • Für Hypervisor-Betreiber reichte ein Update nicht, Hyper-Threading musste aus.
  • Systeme ohne virtuelle Maschinen verloren kaum Leistung.

Einsichten

  • Hardwarelücken verlagern Sicherheitskosten in Leistungsverluste der Software.
  • Geteilte Prozessorkerne sind eine Vertrauensgrenze, die man bewusst ziehen muss.

Fakten

  • Die Lücken sind als CVE-2018-3615, CVE-2018-3620 und CVE-2018-3646 geführt.
  • Korrigiert waren unter anderem 4.18.1, 4.14.63, 4.9.120 und 4.4.148.
  • Prozessoren anderer Hersteller waren nicht betroffen.
  • Für vollständigen Schutz waren zusätzlich Microcode-Updates für den Prozessor nötig.
  • Neue Kernel-Parameter steuern den L1TF-Schutz; Hyper-Threading bleibt standardmäßig aktiv.

Referenzen

Kritik

  • Die Leistungsangabe von bis zu 50 Prozent stammt aus „Linux-Kreisen“ und ist nicht belegt.

Empfehlungen

  • Prüfe unter /sys/devices/system/cpu/vulnerabilities den Schutzstatus deiner Systeme.
  • Deaktiviere SMT auf Hypervisoren, die Gäste unterschiedlicher Vertrauensstufen ausführen.

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