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Blog 2004

12 Beiträge

Projekte, Linux, Netzwerke, Systeme, Fundstücke und Internetstandards aus 2004.

Freie Software und Open Source bedeuten nicht dasselbe

Kevin Bedell argumentierte Ende 2004 bei LinuxWorld, die getrennten Begriffe Freie Software und Open Source hätten keinen praktischen Nutzen mehr. Ein führender Vertreter der Open-Source-Bewegung schrieb Bedell, der Unterschied sei weder technisch noch sozial, es gehe um dieselben Lizenzen und dieselben Entwickler. Der Unterschied liege allein in der Haltung: Moral und Überzeugung bei Freier Software, Ergebnisse und Verhalten bei Open Source.

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Novell bringt Linux-Server von Suse mit Kernel 2.6

Novell stellte im August 2004 den SUSE Linux Enterprise Server 9 mit Kernel 2.6 vor, verfügbar für x86, AMD64, Intels EM64T, Itanium, IBM Power und zSeries. Die Preise begannen bei 349 US-Dollar pro Jahr für einen Server mit zwei CPUs und stiegen für Itanium und Mainframes deutlich. Neben YaST gehörten ZENworks für Linux und das Service Location Protocol zum Paket, die Zertifizierung nach Common Criteria EAL4+ war geplant.

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Sicherheitsleck erlaubt Lesen des Linux-Kernel-Speichers

Paul Starzetz fand 2004 mehrere Fehler in der Behandlung von Dateioffsets im Linux-Kernel, über die ein angemeldeter Benutzer ohne Sonderrechte Kernelspeicher lesen konnte. Ursache waren falsche Umwandlungen von 64-Bit-Offsets in 32-Bit-Werte und eine Race Condition in der 64-Bit-Datei-API. In Tests fand Starzetz so das Passwort eines per SSH angemeldeten Administrators.

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Unisys unterstützt Linux auf Multiprozessor-Servern

Unisys, bis dahin Microsoft-Partner mit Fokus auf Windows, kündigte 2004 Linux-Unterstützung für seine ES7000-Server an. Die Maschinen mit 4 bis 32 Xeon- oder Itanium-2-Prozessoren sollten Red Hat und SUSE mit Kernel 2.6 und dynamischer Partitionierung erhalten. Nach Aussage des COO war es eine schwierige Entscheidung, doch Behörden und Finanzdienstleister wollten die Server nur mit Linux kaufen.

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Nagios: wachsamer Schutzheiliger im Netz

Alexander Schreiber, damals Unix-Administrator beim Landeskriminalamt Thüringen, stellte beim Chemnitzer Linux-Tag 2004 das Überwachungssystem Nagios vor. Um rechtzeitig auf Probleme im Netz reagieren zu können, muss man erst einmal von ihnen wissen, und genau dafür sind Überwachungssysteme da. Nagios zeichnete sich laut Vortrag durch Flexibilität, leichte Erweiterbarkeit und geringen Ressourcenbedarf aus.

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Weitere Sicherheitslücke im Internet Explorer

Im Januar 2004 dokumentierte der Sicherheitsforscher „http-equiv“ auf Full Disclosure eine Lücke im Internet Explorer, über die Dateien mit gefälschten Endungen untergeschoben werden konnten. Der Browser prüfte gefälschte CLASSIDs nicht, sodass etwa eine als PDF getarnte HTML-Datei beim Öffnen als HTML ausgeführt wurde. Einen Patch gab es noch nicht, als Schutz half nur, Dateien erst lokal zu speichern.

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T-Com will Telefonnetz auf Internet-Protokoll umstellen

Die Festnetzsparte der Telekom, T-Com, kündigte im Januar 2004 an, ihr gesamtes Telefonnetz auf Internet-Technik umzustellen, deutlich vor 2020. Bei Internettelefonie müssen Leitungen nicht mehr exklusiv zwischen zwei Gesprächspartnern geschaltet werden, es genügt, Bandbreite zuzuteilen. Die Technik brauche zudem weniger Platz und Strom als klassische Vermittlungsstellen.

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Sicherheitslücke im Linux-Kernel

Paul Starzetz meldete im Januar 2004 eine kritische Lücke im Speichermanagement der Linux-Kernel 2.2, 2.4 und 2.6. Eine unzureichende Prüfung in do_mremap() erlaubte es, einen virtuellen Speicherbereich mit null Byte Länge anzulegen und so die Speicherverwaltung durcheinanderzubringen. Da mremap(2) keine besonderen Rechte erfordert, konnte jeder Prozess die Lücke nutzen; ein unveröffentlichter Exploit lieferte eine Root-Shell.

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