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Weitere Sicherheitslücke im Internet Explorer

Zusammenfassung

Im Januar 2004 dokumentierte der Sicherheitsforscher „http-equiv“ auf Full Disclosure eine Lücke im Internet Explorer, über die Dateien mit gefälschten Endungen untergeschoben werden konnten. Der Browser prüfte gefälschte CLASSIDs nicht, sodass etwa eine als PDF getarnte HTML-Datei beim Öffnen als HTML ausgeführt wurde. Einen Patch gab es noch nicht, als Schutz half nur, Dateien erst lokal zu speichern.

Ideen

  • Dateiendung und tatsächlicher Dateityp können auseinanderfallen.
  • Der Browser vertraute einer mitgelieferten Klassenkennung statt dem Inhalt.
  • Automatisches Öffnen von PDFs im Browser verschleierte den Vorgang.
  • Der Windows Explorer erkannte die Fälschung beim lokalen Öffnen.

Einsichten

  • Entscheidungen anhand von Dateiendungen sind ein wiederkehrendes Einfallstor.
  • Automatische Komfortfunktionen nehmen Nutzern die Chance, Auffälliges zu bemerken.

Fakten

  • Das Muster ähnelte einem kurz zuvor bekannt gewordenen Ordner-Bug in Windows XP.
  • Microsoft bot zum Zeitpunkt der Meldung keinen Patch an.

Referenzen

Kritik

  • Die empfohlene Umgehung über lokales Speichern setzt Wissen voraus, das Durchschnittsnutzer kaum haben.

Empfehlungen

  • Lass Dateitypen anhand des Inhalts statt der Endung prüfen, etwa mit file oder MIME-Sniffing-Schutz.
  • Deaktiviere das automatische Öffnen heruntergeladener Dateien im Browser.

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