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T-Com will Telefonnetz auf Internet-Protokoll umstellen

Zusammenfassung

Die Festnetzsparte der Telekom, T-Com, kündigte im Januar 2004 an, ihr gesamtes Telefonnetz auf Internet-Technik umzustellen, deutlich vor 2020. Bei Internettelefonie müssen Leitungen nicht mehr exklusiv zwischen zwei Gesprächspartnern geschaltet werden, es genügt, Bandbreite zuzuteilen. Die Technik brauche zudem weniger Platz und Strom als klassische Vermittlungsstellen.

Ideen

  • Paketvermittlung ersetzt fest geschaltete Leitungen.
  • IP-Technik spart Platz, Strom und langfristig Anschaffungskosten.
  • Sprache lässt sich nahtlos mit anderen Datendiensten verbinden.
  • Marktforscher erwarteten europaweit vollständige Internettelefonie bis 2020.
  • T-Com wollte zunächst nur die interne Technik tauschen und noch keine VoIP-Anschlüsse verkaufen.

Einsichten

  • Netzbetreiber stellen um, wenn die Kosten für Parallelbetrieb die Vorteile der alten Technik übersteigen.
  • Mit der Umstellung hängt Telefonie an Strom und Router beim Kunden.

Fakten

  • Die Ankündigung machte T-Com-Bereichsvorstand Roland Kittel gegenüber Technology Review.
  • Einen genauen Zeitplan gab es damals nicht.
  • Die Regulierungsbehörde plante für Internettelefonie-Rufnummern die Vorwahl 032.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung nennt nur Vorteile für den Betreiber, nicht die Folgen für Notrufe bei Stromausfall.

Bemerkungen

  • Die Umstellung dauerte deutlich länger als angekündigt und wurde erst in den 2020er-Jahren abgeschlossen.

Empfehlungen

  • Versorge Router und Telefonie mit einer USV, wenn Erreichbarkeit bei Stromausfall wichtig ist.
  • Plane für Notrufe einen unabhängigen Weg, etwa per Mobiltelefon.

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