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Sicherheitslücke im Linux-Kernel

Zusammenfassung

Paul Starzetz meldete im Januar 2004 eine kritische Lücke im Speichermanagement der Linux-Kernel 2.2, 2.4 und 2.6. Eine unzureichende Prüfung in do_mremap() erlaubte es, einen virtuellen Speicherbereich mit null Byte Länge anzulegen und so die Speicherverwaltung durcheinanderzubringen. Da mremap(2) keine besonderen Rechte erfordert, konnte jeder Prozess die Lücke nutzen; ein unveröffentlichter Exploit lieferte eine Root-Shell.

Ideen

  • Ein Randfall wie null Byte Länge brachte die Speicherverwaltung aus dem Tritt.
  • Jeder unprivilegierte Prozess konnte den Systemaufruf verwenden.
  • Starzetz hielt den funktionierenden Exploit bewusst zurück.

Einsichten

  • Grenzwerte wie null oder maximale Längen sind die häufigsten Ursachen für Kernel-Lücken.
  • Verantwortungsvolle Offenlegung gibt Betreibern Zeit, ohne das Risiko zu verschweigen.

Fakten

  • Betroffen waren die Kernel-Serien 2.2, 2.4 und 2.6.
  • Der Fehler lag in der Funktion do_mremap().

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung nennt keine korrigierten Kernel-Versionen, an denen sich Administratoren orientieren könnten.

Empfehlungen

  • Teste eigene Schnittstellen gezielt mit Grenzwerten wie null, negativ und maximal.
  • Spiele Kernel-Updates auf Systemen mit lokalen Benutzern mit hoher Priorität ein.

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