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PSINet - Größtes Internet-Glasfasernetz in Europa

Zusammenfassung

Der Internet-Carrier PSINet kündigte 1999 an, das größte Glasfasernetz für Internetverkehr in Europa zu bauen, über 21.000 Kilometer lang und 30 Metropolen verbindend. Die Städte sollten über mehrere Glasfaserringe verbunden werden, damit der Betrieb auch bei Ausfall einzelner Strecken weiterläuft. Geplant waren zunächst drei Ringe mit 155 Mbit/s, später mindestens 620 Mbit/s statt der bisherigen 34 Mbit/s.

Ideen

  • Ringtopologien halten Verbindungen bei Ausfall einer Strecke aufrecht.
  • Der Ausbau erfolgte stufenweise von 155 auf 620 Mbit/s.
  • Carrier bauten eigene Netze, um unabhängig von ehemaligen Monopolisten zu werden.

Einsichten

  • Redundanz durch Ringe ist ein Grundprinzip ausfallsicherer Netze.
  • Was 1999 als Backbone-Kapazität galt, ist heute die Bandbreite eines Hausanschlusses.

Fakten

  • Bis Ende 1999 sollten unter anderem London, Amsterdam, Paris, Berlin und Frankfurt angeschlossen sein.
  • Zu PSINet gehörte der Berliner Provider Interactive Networx.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung übernimmt die Superlative des Unternehmens, ohne die Finanzierung des Ausbaus zu hinterfragen.

Bemerkungen

  • PSINet ging 2001 im Zuge des Dotcom-Crashs in die Insolvenz.

Empfehlungen

  • Plane kritische Netzanbindungen mit redundanten Wegen, nicht über eine einzelne Strecke.
  • Prüfe bei Providern auch die wirtschaftliche Stabilität, nicht nur die angebotene Bandbreite.

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