Fernsehsender bestellen Richtfunk - und Glasfasernetz
Zusammenfassung
Die öffentlich-rechtlichen Sender beauftragten im Januar 2016 Media Broadcast, ihre rund 200 Sender- und Studiostandorte mit Richtfunk- und Glasfaserstrecken zu vernetzen. Das Netz sollte die fertigen Liveprogramme für TV und Radio zu den Sendern transportieren, auch mit den Datenraten für HD über DVB-T2. Angaben zum Auftragsvolumen gab es nicht.
Ideen
- Rundfunk braucht ein eigenes Zubringernetz zwischen Studio und Sender.
- Richtfunk und Glasfaser ergänzen sich für die Anbindung abgelegener Standorte.
- HD über DVB-T2 erhöhte den Bandbreitenbedarf.
Einsichten
- Hinter jedem Sendesignal steht eine weitgehend unsichtbare Netzinfrastruktur.
- Kritische Infrastruktur kombiniert mehrere Übertragungswege für Ausfallsicherheit.
Fakten
- Vernetzt wurden rund 200 Standorte von NDR, RB, MDR, WDR, HR und SWR.
- Angestrebt waren 99,9 Prozent Verfügbarkeit, höchstens 40 Millisekunden Laufzeit und höchstens zwei Stunden Wiederherstellungszeit.
- Der Vertrag lief acht Jahre, die Übergabe war für Oktober 2016 geplant.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt keine Kosten, obwohl der Auftrag aus Beitragsgeldern bezahlt wird.
Empfehlungen
- Plane Standortanbindungen mit mindestens zwei unabhängigen Übertragungswegen.
- Nutze Richtfunk als Ergänzung, wo Glasfaser nicht oder nur teuer verfügbar ist.
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