Ende 2016 erschien OpenELEC 7.0, eine Linux-Distribution, die nur einen Zweck hat: den Rechner in ein Mediacenter mit Kodi zu verwandeln. Es gab Abbilder für x86-PCs sowie den Raspberry Pi 2 und 3, und die Version brachte einen großen Versionssprung bei Kodi. Wer von 6.0 oder älter aktualisierte, sollte laut Projektleiter Stephan Raue vorher eine vollständige Sicherung anlegen.
KG beschreibt, wie leichte Atomkerne Energie freisetzen, welche Reaktoransätze Plasma einschließen und warum nutzbare Fusion technisch schwierig bleibt.
DIY Perks baute 2016 aus einem ausgebauten Laptop-Display und einer passenden Controllerplatine einen tragbaren Zweitbildschirm für rund 25 US-Dollar. Mit über fünf Millionen Aufrufen gehört das Video zu den bekanntesten Upcycling-Anleitungen. Entscheidend ist die richtige Controllerplatine, die zur genauen Modellnummer des Panels passen muss.
Im Oktober 2016 habe ich einen USB Killer an ein ausgemustertes, aber noch funktionierendes IBM ThinkPad T22 gesteckt, danach war es tot. Der Beitrag erklärt, wie das kleine Gerät die Energie für seinen Angriff aus dem USB-Port des Opfers holt und warum dabei fast jede Hardware verliert. Er beantwortet auch die Frage, warum man nicht einfach 230 Volt nimmt, und zeigt, was sich daraus für den Schutz eigener Geräte ableiten lässt.
Das Android-Sicherheitsbulletin vom Oktober 2016 enthielt kritische Lücken, die nach allgemeinen Linux-Problemen klangen, darunter Codeausführung aus der Ferne im ASN.1-Decoder und im Netzwerk-Subsystem des Kernels. Felix von Leitner kritisierte, dass die Linux-Entwickler solche Lücken nicht klar ankündigten. Ein Nachtrag relativierte: Die Netzwerklücke betraf nach erster Durchsicht nur Programme, die den selten genutzten Systemaufruf recvmmsg verwenden.
Brian Krebs dokumentiert einen damals außergewöhnlichen DDoS-Angriff, dessen direkte Verkehrsfluten auf ein großes Botnetz kompromittierter IoT-Geräte hindeuteten.
Während eines DDoS-Angriffs zeigte die Live-Überwachung von eth0 einen eingehenden Datenstrom von 93,72 Mbit/s bei 21.246 Paketen pro Sekunde, während ausgehend kaum Verkehr anfiel.
Fortinet schloss im August 2016 eine kritische Lücke in FortiOS bis Version 4.x, über die ein Angreifer per manipulierter HTTP-Anfrage aus der Ferne Adminrechte erlangen konnte. Kurz zuvor hatte die Gruppe Shadow Brokers Werkzeuge der Equation Group veröffentlicht, darunter Exploits für FortiGate-Firewalls. Fortinet nannte den Leak nicht als Anlass, ein Zusammenhang lag aber nahe.
Nach mehreren Jahren Entwicklung erschien 2016 Version 1.0.0 der Desktop-Umgebung Lumina. Sie basiert auf Qt, ist leichtgewichtig und leicht anpassbar, mit Taskleiste, Anwendungsmenü, Dateimanager, Screenshot-Werkzeug und einfachem Texteditor. Lumina stammt aus dem FreeBSD-basierten Projekt PC-BSD, läuft aber auch auf anderen BSDs und Linux.
Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kündigte 2016 eine „Zukunftsinitiative Mobilfunk“ an, die Funklöcher im Freistaat schließen sollte. Ein Sofortprogramm von 5 Millionen Euro sollte bis 2020 neue Funkanlagen fördern, und bei der Frequenzvergabe sollten Anbieter zur Versorgung weißer Flecken verpflichtet werden. Insgesamt standen dem Ministerium 2017 und 2018 jeweils über eine Milliarde Euro zur Verfügung.
Nach massiven Netzwerkproblemen am Vortag fragte ich den Hostinganbieter Linevast öffentlich, ab wann wieder mit einer stabilen Verbindung zu rechnen sei; eine Ursache war mir nicht bekannt.
Für eine Osterbastelei empfing ich mit 433-MHz-Modulen zunächst die Signale einer Funksteckdosen-Fernbedienung und sendete sie anschließend per Arduino selbst aus, um die Steckdosen zu schalten.
Jörg Rödel, Kernel-Entwickler bei SUSE, erklärte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2016 den Aufbau und die Funktionsweise des modernen TCP im Linux-Kernel. Es ging um Verfahren zum Erkennen und Beheben von Paketverlusten und um Algorithmen zur Stauvermeidung im Netz. Fragen wie „Warum nutzt Linux CUBIC statt Reno?“ und „Was ist TCP Fast Open?“ standen im Mittelpunkt.
Alexander Neumann stellt restic als schnelles, überprüfbares und clientseitig verschlüsselndes Backupwerkzeug für lokale sowie entfernte Speicherziele vor.
Im Januar 2016 tauchte auf Full Disclosure ein Python-Skript auf, das unautorisierten SSH-Zugang zu Fortinets FortiGate-Firewalls der Versionen 4.x bis 5.0.7 verschaffte. Der undokumentierte Mechanismus sah verdächtig wie eine Hintertür aus; Fortinet hatte das Problem bereits 2014 still behoben. Kurz zuvor hatte Juniper eingestehen müssen, dass seine Produkte mehrere Hintertüren enthielten.
Linux 4.4 erschien im Januar 2016 mit einem freien Grafiktreiber für den Raspberry Pi und Grafikbeschleunigung in virtuellen Maschinen. Verbessert wurden außerdem RAID- und BPF-Code. Greg Kroah-Hartman hatte schon vor Entwicklungsbeginn angekündigt, 4.4 mindestens zwei Jahre als Longterm-Kernel zu pflegen.
Die öffentlich-rechtlichen Sender beauftragten im Januar 2016 Media Broadcast, ihre rund 200 Sender- und Studiostandorte mit Richtfunk- und Glasfaserstrecken zu vernetzen. Das Netz sollte die fertigen Liveprogramme für TV und Radio zu den Sendern transportieren, auch mit den Datenraten für HD über DVB-T2. Angaben zum Auftragsvolumen gab es nicht.