Linux 4.4 erscheint mit Grafiktreiber für Raspberry Pi
Zusammenfassung
Linux 4.4 erschien im Januar 2016 mit einem freien Grafiktreiber für den Raspberry Pi und Grafikbeschleunigung in virtuellen Maschinen. Verbessert wurden außerdem RAID- und BPF-Code. Greg Kroah-Hartman hatte schon vor Entwicklungsbeginn angekündigt, 4.4 mindestens zwei Jahre als Longterm-Kernel zu pflegen.
Ideen
- Ein freier Grafiktreiber macht den Raspberry Pi unabhängiger von Binärkomponenten.
- Virtuelle Maschinen erhielten beschleunigte Grafik.
- Die Langzeitpflege wurde vor der Entwicklung angekündigt.
Einsichten
- Planbare Longterm-Kernel erleichtern Herstellern und Distributionen die Auswahl.
- Freie Treiber für beliebte Bastelhardware stärken die ganze Linux-Gemeinschaft.
Fakten
- Der Treiber unterstützt die VideoCore-4-GPU der SoCs BCM2835 und BCM2836.
- Entwickelt wurde er seit 2014 von Eric Anholt im Auftrag von Broadcom.
- Energieverwaltung und 3D-Beschleunigung fehlten dem Kerneltreiber in 4.4 noch.
- Die 3D-Beschleunigung für die Virtio-GPU wurde in 4.4 vollständig umgesetzt.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung sagt nicht, wann Distributionen den freien Treiber standardmäßig nutzen würden.
Bemerkungen
- Linux 4.4 wurde schließlich bis Anfang 2022 gepflegt und diente vielen Embedded-Geräten als Basis.
Empfehlungen
- Wähle für Geräte mit langer Einsatzdauer einen Longterm-Kernel.
- Nutze auf dem Raspberry Pi die freien Mesa-Treiber statt proprietärer Grafikstacks.
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