bk99.de entertain the web since 1997

Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel

Zusammenfassung

Eine freie Bootcode-Firmware für den Raspberry Pi konnte im Januar 2017 erstmals direkt den Linux-Kernel starten. Beim Pi lädt ein fest eingebrannter Code die proprietäre Broadcom-Firmware auf die Grafikeinheit, die dann die Hardware initialisiert. Die freie Alternative entstand vor allem per Reverse Engineering, hatte aber noch Lücken bei USB, eMMC sowie Energie- und Taktverwaltung.

Ideen

  • Beim Raspberry Pi startet zuerst die Grafikeinheit, nicht der ARM-Prozessor.
  • Proprietäre Blobs stehen am Anfang der Vertrauenskette.
  • Reverse Engineering und freie Broadcom-Header ermöglichten eine offene Firmware.

Einsichten

  • Ein vollständig freies System beginnt beim ersten ausgeführten Code, nicht erst beim Kernel.
  • Freie Firmware könnte auch freien Treibern die Arbeit erleichtern.

Fakten

  • Offene Punkte waren USB PHY, der eMMC-Treiber sowie Energie- und Taktverwaltung.
  • Broadcom stellte einige Header-Dateien unter freier Lizenz bereit.
  • Mit dem freien Code ließ sich bereits ein minimaler Kernel ohne Grafikausgabe starten.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung nennt keinen Zeitrahmen, bis eine vollständig freie Bootkette erreichbar wäre.

Empfehlungen

  • Beachte bei Einplatinenrechnern, welche Teile des Bootvorgangs proprietär sind.
  • Wähle für sicherheitskritische Einsätze Hardware mit dokumentiertem, prüfbarem Bootprozess.

Originalartikel lesen →

Im Webarchiv suchen