Linux Kernel 2.2.0 endlich fertiggestellt
Zusammenfassung
Linus Torvalds gab im Januar 1999 nach fast zwei Jahren Entwicklung den Linux-Kernel 2.2.0 frei. Wichtigste Neuerung war die deutlich bessere Unterstützung von Mehrprozessorsystemen, unter anderem durch besseren Umgang mit Intels APIC und gemeinsamen Ressourcen. Dazu kamen IPv6, Video4Linux für TV-Karten wie die BT848 und das nun integrierte Open Sound System.
Ideen
- Mehrprozessorbetrieb war in 2.0 möglich, aber ineffizient und experimentell.
- Besseres Interrupt-Handling und feinere Sperren erhöhten die SMP-Leistung.
- Treiber für TV-Karten und Sound wurden fester Teil des Kernels.
- IPv6 war schon 1999 im Kernel angekommen.
Einsichten
- Linux 2.2 machte Linux auf Mehrprozessorservern konkurrenzfähig.
- Die Integration externer Treiberprojekte in den Kernel senkt die Einstiegshürde für Anwender.
Fakten
- Linux unterstützte schon vorher bis zu 16 Prozessoren, allerdings wenig effizient.
- Video4Linux unterstützte unter anderem die verbreiteten BT848-Fernsehkarten.
- Auch die Speicherverwaltung wurde gründlich überarbeitet, wovon Rechner mit viel RAM profitieren sollten.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt keine Messwerte für die versprochene SMP-Verbesserung.
Empfehlungen
- Prüfe bei Mehrkernsystemen, ob Anwendungen und Kernel die Kerne tatsächlich effizient nutzen.
- Bevorzuge Hardware, deren Treiber im Mainline-Kernel gepflegt werden.
- Prüfe vor einem Kernel-Wechsel, welche Bibliotheken und Systemprogramme deine Distribution dafür aktualisieren muss.
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