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Sicherheitlücke in SCP ermöglicht Dateiaustausch

Zusammenfassung

Harry Sintonen von F-Secure fand im Januar 2019 fünf Lücken in SCP-Implementierungen von OpenSSH, PuTTY und WinSCP. SCP prüft nicht, ob empfangene Dateien den angeforderten entsprechen, sodass ein bösartiger Server Dateien austauschen oder unbemerkt zusätzliche ablegen kann. So ließe sich etwa die .bashrc ersetzen und beim nächsten Programmaufruf Schadcode ausführen.

Ideen

  • Der Client vertraute dem Server bei Dateinamen und Dateiliste.
  • Zusätzlich übertragene Dateien ließen sich in der Ausgabe verbergen.
  • Auch die Rechte des Zielordners konnten verändert werden.
  • Die Lücken waren in den stabilen Versionen zunächst nicht geschlossen.

Einsichten

  • Ein altes Protokoll ohne Prüfung der Antworten macht den Server zum Angreifer.
  • Kopierwerkzeuge schreiben fremde Dateinamen und brauchen dieselbe Vorsicht wie Entpacker.

Fakten

  • Die Lücken tragen unter anderem die Kennungen CVE-2018-20685, CVE-2019-6109, CVE-2019-6110 und CVE-2019-6111.
  • Betroffen waren scp in OpenSSH, pscp in PuTTY und WinSCP.
  • Sintonen meldete die Lücken bereits im August 2018; OpenSSH 7.9 war betroffen.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung beschreibt das Risiko, nennt aber keinen Workaround wie den Wechsel auf SFTP.

Bemerkungen

  • Seit OpenSSH 9.0 nutzt scp standardmäßig das SFTP-Protokoll statt des alten SCP-Protokolls.

Empfehlungen

  • Nutze sftp oder rsync über SSH statt des klassischen SCP-Protokolls.
  • Kopiere von nicht vertrauenswürdigen Servern nur in leere, eigens angelegte Verzeichnisse.

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