Sicherheitslücke in ISC DHCPD
Zusammenfassung
Das Internet Software Consortium fand im Januar 2003 bei einer Codeprüfung Lücken in seinem DHCP-Server ISC dhcpd, die Angreifern aus der Ferne Codeausführung ermöglichten, meist mit Root-Rechten. Betroffen waren die Versionen 3.0 bis 3.0.1RC10. Der Fehler lag in der Fehlerbehandlung der minires-Bibliothek, die für dynamische DNS-Updates genutzt wird.
Ideen
- Eine interne Codeprüfung deckte die Lücken auf, bevor Angriffe bekannt wurden.
- Die Funktion für dynamische DNS-Updates vergrößerte die Angriffsfläche.
- Dienste mit Root-Rechten machen jede Lücke zur Systemübernahme.
Einsichten
- Proaktive Code-Audits sind ein Zeichen verantwortungsvoller Projektpflege.
- Netzwerkdienste sollten nach dem Start auf ein unprivilegiertes Konto wechseln.
Fakten
- Betroffen waren unter anderem Red Hat, SuSE, Debian und BSD/OS.
- Der Fehler steckte in der Bibliothek minires.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt keine Workarounds wie das Abschalten dynamischer DNS-Updates.
Bemerkungen
- ISC stellte den DHCP-Server 2022 ein; Nachfolger ist Kea.
Empfehlungen
- Betreibe DHCP- und DNS-Dienste unter eigenen, unprivilegierten Benutzern.
- Plane die Migration von ISC dhcpd auf Kea oder dnsmasq.
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