Neue Sicherheitslücke bei Internet-Routern
Zusammenfassung
Bei den DSL- und ISDN-Routern Vigor2000 und Vigor2200 von DrayTek ließ sich 2001 das Konfigurationspasswort aus dem lokalen Netz ausspähen. Angreifer im LAN konnten den Router damit umkonfigurieren, abhelfen konnte nur Firmware 1.07. Die Lücke war aus dem Internet nicht nutzbar und damit weniger gefährlich als die unsichere Grundkonfiguration vieler Router.
Ideen
- Auch das lokale Netz ist kein vertrauenswürdiger Bereich.
- Ein ausgespähtes Adminpasswort ermöglicht die vollständige Umkonfiguration des Routers.
- Deutsche Firmware-Versionen verteilten die Importeure TwoCom und Dr. Bott.
Einsichten
- Unsichere Voreinstellungen gefährden oft mehr Geräte als einzelne Softwarefehler.
- Die Reichweite einer Lücke, LAN oder Internet, bestimmt ihre Dringlichkeit.
Fakten
- Betroffen waren die Serien Vigor2000 und Vigor2200.
- Die Lücke wurde mit Firmware-Version 1.07 geschlossen.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung beschreibt nicht, wie das Passwort ausgespäht werden konnte, und erschwert so eine Prüfung ohne Update.
Empfehlungen
- Beschränke den Zugriff auf die Router-Verwaltung auf ein eigenes Verwaltungsnetz oder bestimmte Hosts.
- Ändere Standardkonfigurationen und Passwörter von Routern bei der Inbetriebnahme.
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