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Neues Loch in WLAN-Verschlüsselung

Zusammenfassung

Scott Fluhrer, Itsik Mantin und Adi Shamir zeigten 2001 einen passiven Angriff auf die WLAN-Verschlüsselung WEP. Er nutzt schwache Schlüssel des Stromchiffre-Algorithmus RC4 und den im Klartext übertragenen Initialisierungsvektor; der Aufwand wächst nur linear mit der Schlüssellänge. heise riet, auf WEP grundsätzlich eine weitere Schutzschicht wie ein VPN zu setzen, allerdings nicht PPTP.

Ideen

  • Der Initialisierungsvektor wird bei WEP im Klartext mitgeschickt.
  • Schwache RC4-Schlüssel waren schon seit 1995 bekannt.
  • Ein passiver Angriff bleibt für das Opfer unsichtbar.
  • Längere Schlüssel helfen kaum, weil der Aufwand nur linear steigt.

Einsichten

  • Ein Verfahren kann an bekannten Schwächen seiner Bausteine scheitern, lange nachdem diese dokumentiert wurden.
  • Wenn die Kryptografie der Übertragung versagt, muss eine höhere Schicht den Schutz übernehmen.

Fakten

  • Ein 40-Bit-WEP-Schlüssel sollte sich in etwa einer Viertelstunde brechen lassen.
  • Die WEP128-Variante mit 104 Bit Schlüssel hätte einen Angreifer nur etwa 40 Minuten aufgehalten.
  • Der Angriff traf auch den Entwurf WEP2 mit 128-Bit-Initialisierungsvektoren.

Referenzen

Kritik

  • Die Zeitangaben sind Schätzungen; die Meldung nennt nicht, wie viel mitgeschnittener Verkehr dafür nötig war.

Bemerkungen

  • Als Ersatz folgten 2003 WPA und 2004 WPA2; WEP gilt seitdem als vollständig gebrochen.

Empfehlungen

  • Nutze für WLANs mindestens WPA2, besser WPA3, und niemals WEP.
  • Verschlüssele sensible Verbindungen zusätzlich Ende-zu-Ende, unabhängig vom Funknetz.

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