E-Mail - Sicherheitslücke bei WebTV
Zusammenfassung
Bei WebTV, einem Internetzugang über Fernseher und Set-Top-Box, wurde im Januar 2000 eine Lücke entdeckt, über die E-Mails ohne Wissen des Nutzers verschickt werden konnten. Das berichtete das Magazin Net4TV. Bereits Ende 1998 war die Microsoft-Tochter in die Kritik geraten, weil sie ohne Wissen der Kunden ausführliche Nutzerprofile erstellte.
Ideen
- Versteckter Code in Newsgroup-Artikeln und Webseiten konnte die Box fernsteuern.
- Die Box verschickte E-Mails im Namen des Nutzers, ohne dass er es merkte.
- Solche Mails konnten Bestellungen, Beleidigungen oder illegale Inhalte im Namen des Opfers enthalten.
Einsichten
- Geräte, die wie Fernseher wirken, werden von Nutzern selten als Sicherheitsrisiko wahrgenommen.
- Ein Anbieter, der Profile heimlich erstellt, verspielt Vertrauen auch bei technischen Fehlern.
Fakten
- WebTV gehörte zu Microsoft.
- Ende 1998 wurde bekannt, dass WebTV Kundenprofile ohne Wissen der Besitzer erstellte.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung stützt sich auf einen einzelnen Bericht und nennt keine Stellungnahme von WebTV.
Bemerkungen
- WebTV wurde später in MSN TV umbenannt und 2013 eingestellt.
Empfehlungen
- Behandle Smart-TVs und Set-Top-Boxen als eigene Geräteklasse im Netz und isoliere sie.
- Prüfe bei vernetzten Unterhaltungsgeräten, welche Daten sie an den Hersteller senden.
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