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Sicherheitslücke in Red Star OS entdeckt

Zusammenfassung

Der Sicherheitsforscher David Jorm fand im Januar 2015 die erste Lücke in Nordkoreas Linux-Distribution Red Star OS 3.0. Die udev-Regeldatei 85-hplj10xx.rules war von allen Benutzern beschreibbar, sodass jeder eine Regel mit beliebigen Befehlen eintragen konnte. udev führte sie mit Root-Rechten aus, sobald ein passender HP-LaserJet-Drucker (oder nach Anpassung ein beliebiges USB-Gerät) angeschlossen wurde.

Ideen

  • Eine falsch gesetzte Dateiberechtigung genügte für Rechteausweitung.
  • udev führt Regeln beim Einstecken von Geräten mit Root-Rechten aus.
  • Das Anschließen eines USB-Geräts wird so zum Auslöser eines Angriffs.

Einsichten

  • Konfigurationsdateien für Root-Dienste sind so schützenswert wie Programme selbst.
  • Auch ein staatlich kontrolliertes System scheitert an Grundfehlern der Rechtevergabe.

Fakten

  • Die Lücke wurde auf der Mailingliste oss-security veröffentlicht.
  • Betroffen war die Datei 85-hplj10xx.rules.
  • In Red Star OS 2.0 war sogar das Startskript /etc/rc.d/rc.sysinit für alle beschreibbar.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung bewertet nicht, ob die Fehler Nachlässigkeit sind oder bewusst offene Zugänge.

Empfehlungen

  • Prüfe regelmäßig, dass Dateien unter /etc nicht für alle beschreibbar sind, etwa mit find -perm -o+w.
  • Setze Werkzeuge wie AIDE ein, um Änderungen an Systemkonfigurationen zu erkennen.

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