Neue Linux-Kernel schließen Sicherheitslücken
Zusammenfassung
Im August 2006 erschienen neue Linux-Kernel der Serien 2.4.33, 2.6.16 und 2.6.17, die Sicherheitslücken schlossen. Ein Fehler in der SCTP-Funktion sctp_make_abort_user erlaubte angemeldeten Angreifern Codeausführung mit höheren Rechten. Ein UDF-Fehler brachte das System zum Absturz und war in 2.4.33 noch nicht behoben.
Ideen
- Selten genutzte Protokolle wie SCTP bringen trotzdem Angriffsfläche in den Kernel.
- Auch Dateisystemcode kann zum Absturz des gesamten Systems führen.
- Korrekturen für ältere Kernel-Serien kommen teils später als für neuere.
Einsichten
- Jedes geladene Kernel-Modul erweitert die Angriffsfläche, auch wenn niemand es bewusst nutzt.
- Ältere Kernel-Serien erhalten Sicherheitskorrekturen mit Verzögerung.
Fakten
- Die Lücke steckte in der SCTP-Funktion sctp_make_abort_user.
- Der UDF-Fehler betraf alle drei Serien und war in 2.4.33 zunächst nicht behoben.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung sagt nicht, ob das SCTP-Modul automatisch geladen wird, und damit wie viele Systeme real betroffen waren.
Empfehlungen
- Deaktiviere oder blockiere Kernel-Module für Protokolle, die du nicht nutzt, etwa SCTP.
- Spiele Kernel-Updates auf Systemen mit lokalen Benutzern zeitnah ein.
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