Patch soll Excel-Sicherheitslücke schließen
Zusammenfassung
Microsoft stellte 1999 einen knapp 3 MByte großen Patch für eine Excel-Lücke bereit, über die Angreifer Dateien auf der Festplatte löschen konnten. Ursache war ein Fehler im Datenbanktreiber, ausgelöst durch Tabellen aus E-Mails oder von Webseiten, gegen den der Makrovirenschutz nichts ausrichtete. Betroffen waren Excel 97 und 2000, obwohl Microsofts deutsche Seiten Office 2000 für sicher erklärten.
Ideen
- Ein Dokument konnte über den Datenbanktreiber auf das Dateisystem zugreifen.
- Makrovirenschutz greift nicht, wenn der Angriff nicht über Makros läuft.
- Tabellen aus E-Mails und Webseiten wurden zum Angriffsweg.
- Herstellerangaben unterschieden sich je nach Sprachversion der Webseite.
Einsichten
- Schutzmechanismen decken oft nur den bekannten Angriffsweg ab, nicht die ganze Funktionalität eines Formats.
- Widersprüchliche Herstellerinformationen verzögern das Patchen betroffener Systeme.
Fakten
- Der Patch war knapp 3 MByte groß.
- Microsoft bestätigte, dass Excel 97 und Excel 2000 betroffen waren.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt weder Kennung noch Umfang des Datenbanktreiber-Fehlers, was die Prüfung eigener Systeme erschwert.
Empfehlungen
- Öffne Office-Dokumente aus unbekannten Quellen nur in geschützter Ansicht oder in einer Sandbox.
- Gleiche bei Sicherheitsmeldungen die Angaben mehrerer Sprachversionen des Herstellers ab.
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