Fernsehen ohne Antenne: 20 TV-Programme im Internet
Zusammenfassung
Die Fernsehzeitschrift TV Today kündigte 1996 an, Bilder von 20 deutschen Fernsehsendern rund um die Uhr ins Internet zu übertragen. Zum Start gab es nur alle fünf Sekunden ein Standbild und keinen Ton, dazu Teletext-Angebote. Noch im selben Jahr sollten die Bilder laufen und sprechen lernen, was heise als neuen Bandbreitenfresser nach der Internet-Telefonie einordnete.
Ideen
- Ein Standbild alle fünf Sekunden war 1996 der technisch machbare Einstieg in Internet-Fernsehen.
- Teletext ließ sich ohne große Bandbreite zusätzlich ins Netz bringen.
- Nach der Internet-Telefonie galt Video als nächste Belastungsprobe für das Netz.
Einsichten
- Neue Medienformen starten im Netz oft als stark reduzierte Vorform ihres späteren Selbst.
- Die Sorge vor „verstopften Leitungen“ begleitet jede neue Anwendung, bis die Infrastruktur nachzieht.
Fakten
- Das Angebot sollte am 28. August 1996 mit 20 deutschen Sendern starten.
- Die Bilder kamen zunächst ohne Ton im Fünf-Sekunden-Takt.
Referenzen
Kritik
- Rechtliche Fragen der Weiterverbreitung von Senderbildern spricht die Meldung nicht an.
Empfehlungen
- Schätze vor dem Start eines Streaming-Angebots den Bandbreitenbedarf pro Zuschauer und die Spitzenlast ab.
- Beginne bei knapper Bandbreite mit einer reduzierten Variante und skaliere die Qualität schrittweise.
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