Freies WLAN: Freifunker stellen Internet für Flüchtlinge bereit
Zusammenfassung
Freifunk-Initiativen versorgten 2015 Flüchtlingsunterkünfte in Hamburg, Stuttgart, Hannover, Dortmund und anderen Städten mit kostenlosem WLAN. Oft gab es dort keinen eigenen Internetanschluss, die Freifunker bauten die Infrastruktur, teils per Richtfunk, und finanzierten sie über Spenden. Behörden hielten sich wegen der Störerhaftung zurück, die Freifunker umgingen sie, indem sie den Verkehr per VPN zum eigenen Provider leiteten.
Ideen
- Ehrenamtliche Netze schließen Versorgungslücken schneller als Verwaltungen.
- Richtantennen verbinden Gebäude ohne eigenen Internetanschluss.
- Die Störerhaftung machte Betreiber offener WLANs für Rechtsverstöße der Nutzer haftbar.
- Ein VPN-Tunnel verlagert den Internetausgang und damit die Haftungsfrage.
Einsichten
- Rechtliche Unsicherheit bremst technische Lösungen oft stärker als deren Kosten.
- Mesh-Netze auf Basis von OpenWrt machen Gemeinschaftsnetze ohne großen Anbieter möglich.
Fakten
- Die Freifunk-Firmware basiert auf OpenWrt.
- In Hamburg wurde auch ein Wohnschiff im Hafen vernetzt.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung beschreibt Engagement, sagt aber wenig über Kapazität, Stabilität und Betrieb der Netze.
Bemerkungen
- Der Bundestag schaffte die Störerhaftung für WLAN-Betreiber 2017 weitgehend ab.
Empfehlungen
- Plane Gemeinschaftsnetze mit Bandbreitenbegrenzung pro Nutzer, damit einzelne nicht das Netz auslasten.
- Trenne offene Gästenetze strikt vom eigenen internen Netz.
Links zur Originalquelle und zum Webarchiv öffnen einen neuen Tab.