Linux-Kernel 2.6.29 erhält zwei neue Dateisysteme
Zusammenfassung
Im Januar 2009 wurden die Dateisysteme Btrfs und Squashfs in den Entwicklungszweig für Linux 2.6.29 aufgenommen. Squashfs komprimiert Dateien, Verzeichnisse und Inodes und dient vor allem für Live-CDs und Embedded-Systeme, bietet aber keinen Schreibzugriff. Btrfs von Oracle galt als möglicher künftiger Standard, war aber noch nicht produktionsreif, weshalb vorerst Ext4 auf Ext3 folgen sollte.
Ideen
- Ein nur lesbares, komprimiertes Dateisystem spart Platz auf Live- und Embedded-Medien.
- Ext3 stieß an seine Grenzen, Btrfs sollte langfristig folgen.
- Ext4 diente als Übergangslösung bis zur Reife von Btrfs.
- Btrfs brachte Snapshots, Prüfsummen, Komprimierung, Online-Prüfung und Subvolumes mit.
Einsichten
- Neue Dateisysteme brauchen Jahre vom Kernel-Einzug bis zur Produktionsreife.
- Eine bewährte Zwischenlösung verschafft neuen Ansätzen Zeit zu reifen.
Fakten
- Btrfs wurde bei Oracle entwickelt.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung nennt keine konkreten Grenzen von Ext3, die den Wechsel begründen.
Bemerkungen
- Btrfs wurde Jahre später Standard bei openSUSE und Fedora; Squashfs steckt heute in fast jedem Live-System und in Snap-Paketen.
Empfehlungen
- Nutze Btrfs-Snapshots vor Systemupdates, um schnell zurückrollen zu können.
- Setze Squashfs für unveränderliche Images und Embedded-Systeme ein.
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