Linux-Kernel 2.6.24 mit neuen WLAN-Treibern
Zusammenfassung
Linux 2.6.24 brachte im Januar 2008 zusätzliche WLAN-Treiber für das neue WLAN-Subsystem und die stromsparende Tickless-Funktion für weitere Architekturen neben x86. Der mit 2.6.23 eingeführte Completely Fair Scheduler wurde optimiert und lernte Fair Group Scheduling. Damit ließen sich Prioritäten an Benutzer oder Prozessgruppen vergeben, etwa um Multimedia oder Compiler zu bevorzugen.
Ideen
- Tickless-Betrieb spart Strom, weil die CPU nicht im festen Takt geweckt wird.
- CFS rechnet mit Nanosekunden statt mit Jiffies.
- Gruppen-Scheduling verteilt CPU-Zeit fair zwischen Benutzern statt nur zwischen Prozessen.
- USB-Autorisierung legte die Grundlage für Wireless USB.
Einsichten
- Fairness zwischen Gruppen verhindert, dass ein Benutzer mit vielen Prozessen alle anderen verdrängt.
- Stromsparen wurde ab Mitte der 2000er zu einem zentralen Kernel-Thema.
Fakten
- CFS konnte im laufenden Betrieb zwischen Desktop- und Serveroptimierung wechseln.
- Neu im Kernel waren unter anderem die WLAN-Treiber iwlwifi, rt2x00 und b43.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung beschreibt Funktionen ohne Messungen zu Stromverbrauch oder Reaktionszeiten.
Bemerkungen
- Aus dem Gruppen-Scheduling entwickelten sich die cgroups, die heute systemd und Container nutzen; CFS wurde 2023 durch EEVDF abgelöst.
Empfehlungen
- Begrenze CPU-Anteile von Diensten über systemd-Slices und cgroups.
- Prüfe mit powertop, ob Dienste unnötige Wakeups verursachen.
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